Salbei – Steckbrief einer universellen Kräuterpflanze

Salbei punktet mit einem bunten Reigen an Talenten von der aromatischen Gewürzpflanze über das wirksame Heilkraut bis hin zur bezaubernden Augenweide. Der folgende Steckbrief stellt den Alleskönner aus dem Kräutergarten näher vor.

Salbei Steckbrief

Charakterisierung und Ökologie

Seit dem Altertum ist Salbei ein treuer Begleiter der Menschen durch den Alltag. Dank ihm sind Speisen schmackhafter, werden Wehwehchen gelindert und der Garten gedeiht noch prachtvoller. Auf welchen Eigenschaften diese Vorteile beruhen, offenbart der folgende Überblick:

  • Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Immergrüner, mehrjähriger Halbstrauch
  • Herkunft: Mittelmeerraum, speziell Italien und Griechenland
  • Pflanzengattung mit 900 Arten
  • Wuchshöhe 50 bis 90 Zentimeter
  • Weiße, rosa, violette oder purpurne Blüten von Mai bis August
  • Klausenfrüchte mit schwarzen Samen im Herbst
  • Weitere Namen: Echter Salbei, Edelsalbei, Gartensalbei, Sabikraut

Das Vorkommen erstreckt sich heute über alle Regionen der Erde, an denen ein gemäßigtes Klima herrscht. In Europa kultivierte Arten verfügen über eine bedingte Winterhärte. Im Spätherbst zieht Salbei die oberirdischen Pflanzenteile ein, um im Boden zu überwintern.

Inhaltsstoffe und Verwendung

Salbei ist reich an ätherischen Ölen, die sowohl für die Würze als auch für die Heilkraft sorgen. Wer die Blätter zwischen den Fingern zerreibt, wird von einem intensiven Duft umhüllt. Der hohe Zierwert basiert insbesondere auf dem silbrig behaarten Laub und den hübschen Lippenblüten, die im Sommer angenehm riechen. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die breit gefächerten Möglichkeiten der Verwendung von Salbei:

  • Aromatische Speisenwürze für pikante Fleisch- und Gemüsegerichte
  • Zentrale Zutat für wohltuende Halsbonbons und heilsamen Hustensaft
  • Aufgebrüht mit heißem Wasser ein belebender Tee
  • Getrocknet eine dekorative Bereicherung für Gestecke und Sträuße
  • Eingekocht zu Gelee ein erfrischender Brotaufstrich

Kann der Ernteüberschuss nicht sogleich verarbeitet werden, eignen sich Salbeiblätter ausgezeichnet zum Einfrieren. Auf diese Weise müssen Sie während der kalten Jahreszeit nicht auf den Kräutergenuss verzichten.

Tipps & Tricks

Wiesensalbei verfügt über einen besonders cleveren Bestäubungsmechanismus. Damit Hummeln an den Nektar gelangen, müssen sie eine kleine Platte innerhalb der Blüte niederdrücken. Diese löst einen Hebel aus, an dem sich die Pollen befinden. Er saust wie ein Schlagbaum auf den pelzigen Bestäuber nieder, der die wertvolle Fracht zur nächsten Blüte mitnimmt.

GTH

Text: Paula Jansen

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