Salbei

Salbei: Schmackhaft und nützlich, aber auch giftig?

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Salbei wird seit dem Altertum geschätzt als wirksame Heilpflanze, die so manches Leiden lindert. Diese Heilkraft basiert auf einer Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe, wie ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe. Vollkommen unbedenklich ist der Genuss von Salbei freilich nicht. Es sind ausgerechnet die natürlichen Wirkstoffe, die in einer Überdosierung ins Gegenteil umschlagen.

Salbei giftig
AUF EINEN BLICK
Ist Salbei in großen Mengen giftig?
Salbei kann in hohen Dosen giftig sein, da seine Inhaltsstoffe wie Thujone, Cineol und Bitterstoffe bei Überdosierung Schwindel, Halluzinationen, Atemwegsreizungen, Übelkeit und Erbrechen verursachen können. Eine tägliche Menge von 6 Blättern oder mehr gilt als toxisch.
  • Thujone verursachen Schwindel, Halluzinationen und epileptische Anfälle
  • Das ätherische Öl Cineol schädigt das zentrale Nervensystem und die Atemwege
  • Bitterstoffe lösen Übelkeit und Erbrechen aus

Während Salbei in kleinen Mengen der Gesundheit gut tut, gilt eine tägliche Menge von 6 Blättern und mehr als toxisch. Das trifft in erster Linie auf Tee zu, der nicht über längere Zeit getrunken werden sollte. Schwangeren wird aus Vorsichtsgründen geraten, prinzipiell auf den Verzehr von Salbei zu verzichten, um keine vorzeitigen Wehen auszulösen.

GTH

Bilder: zia_shusha / iStockphoto