Steppensalbei

Ziersalbei im Garten: Schön, aber ist er auch giftig?

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Ziersalbei verschönert den Garten mit seinen leuchtenden Blüten und ist zudem ungiftig für Mensch und Tier. Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Sorten, die richtige Pflege und wie Sie Ziersalbei gekonnt in Szene setzen.

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Ziersalbei ist weder giftig noch essbar

Ist Ziersalbei giftig?

Ziersalbei ist nicht giftig. Es besteht keine Gefahr für Menschen und Haustiere wie Hunde oder Katzen. Damit ist die Pflanze auch in Gärten sicher, in denen Kinder spielen. Selbst wenn Teile der Pflanze versehentlich verschluckt werden, sind keine ernsthaften Vergiftungserscheinungen zu erwarten. Allerdings ist der Verzehr nicht ratsam, da die Pflanze keinen angenehmen Geschmack hat.

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Ziersalbei vs. Echter Salbei

Ziersalbei gehört zur Gattung Salvia, zu der auch der Echte Salbei (Salvia officinalis) zählt. Echter Salbei wird als Heil- und Küchenkraut verwendet, während Ziersalbei rein dekorativ ist.

Unterschiede zwischen Ziersalbei und Echtem Salbei:

  • Echter Salbei enthält hohe Mengen an ätherischen Ölen und wird als Gewürz sowie Heilpflanze genutzt.
  • Ziersalbei hat keine heilenden Wirkstoffe und ist weder essbar noch aromatisch.
  • Echter Salbei bleibt meist immergrün und wird oft auch im Winter geerntet, während Ziersalbei vor allem durch seine Blüten auffällt.

Sorten von Ziersalbei

Es gibt zahlreiche Sorten von Ziersalbei, die sich in Farbe, Größe und Blütezeit unterscheiden. Zu den beliebtesten Sorten zählen:

  • Steppensalbei (Salvia nemorosa): Erreicht eine Höhe von bis zu 70 Zentimetern und hat violett-blaue Blütenähren. Blüht von Mai bis Juli und zieht Bienen und Schmetterlinge an.
  • Muskatellersalbei (Salvia sclarea): Bis zu 150 Zentimeter hoch, bekannt für seine duftenden Blütenähren und silbrigen Blätter. Blütezeit von Juli bis Anfang September.
  • Wiesensalbei (Salvia pratense): Wildstaude mit etwa 40 Zentimetern Höhe und blau-violetten Blüten. Kann zum Würzen von Speisen verwendet werden.
  • Ananassalbei (Salvia elegans): Tropische Pflanze, auch als Honigmelonensalbei bekannt. Bis zu 150 Zentimeter hoch, muss frostfrei überwintert werden.

Diese Sorten bieten sowohl optische Reize als auch wichtige Nahrungsquellen für bestäubende Insekten.

Ziersalbei im Garten

Ziersalbei ist vielseitig einsetzbar und macht sich hervorragend in Blumenbeeten, Rabatten und Kübeln. Er passt gut zu Rosen, Lavendel und Stauden wie Katzenminze oder Mädchenauge. Blüht von Juni bis September und seine leuchtenden blau-violetten Blüten ziehen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Mit einer Wuchshöhe von etwa 70 Zentimetern setzt er attraktive Akzente und trägt zur Schaffung einer insektenfreundlichen Umgebung bei.

Pflege von Ziersalbei

Ziersalbei ist pflegeleicht und benötigt nur wenig Aufmerksamkeit. Er bevorzugt sonnige Standorte und durchlässigen, nährstoffarmen Boden. Ein Rückschnitt nach der Blüte fördert eine zweite Blüte im Spätsommer. Zu den wichtigen Pflegeschritten zählen:

  1. Kein Rückschnitt im Herbst, da Laub als natürlicher Schutz dient.
  2. Regelmäßiger Rückschnitt nach der Blüte auf etwa fünf Zentimeter, um eine erneute Blüte zu fördern.
  3. Bei längeren Trockenphasen im Sommer gelegentlich gießen, um die Nachblüte zu unterstützen.
  4. Schneckenkontrollen durchführen, da Schnecken manchmal stark an Ziersalbei nagen.

Ziersalbei benötigt keine Düngung, da ein nährstoffarmer Boden bevorzugt wird.

Bilder: Manfred Ruckszio / Shutterstock