So überwintert Salbei unbeschadet

Obgleich Salbei aus dem mediterranen Raum in unsere Gärten einzog, verfügt die Kräuterpflanze über eine bemerkenswerte Frosthärte. Vollkommen ohne Winterschutz drohen gleichwohl Schäden, die sich mit folgenden Vorkehrungen ganz einfach vermeiden lassen.

Salbei überwintern
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Winterschutz beginnt bei der richtigen Ernte

An Gartensalbei besteht eine enge Wechselbeziehung zwischen ernten und überwintern. Damit der immergrüne Halbstrauch vor dem ersten Frost ausreifen kann, sollte ab Mitte/Ende August nicht mehr geerntet werden. Die verbliebenen Kräuterzweige dienen als natürlicher Schutz vor Frost und Schnee.

So überwintert Salbei gesund im Beet

Einzig in den milden Weinbauregionen Deutschlands kann im Freiland auf einen Winterschutz verzichtet werden. In allen anderen Lagen sind ab -10 Grad die folgenden Vorkehrungen zu empfehlen:

  • vor dem ersten Frost den Wurzelballen bedecken mit Laub, Stroh oder Nadelreisig
  • die verholzten Triebe umhüllen mit Vlies oder Jute

Wichtig zu beachten ist, dass die Abdeckungen luftdurchlässig sind. Andernfalls sammelt sich hier Kondenswasser, das Fäulnis und Schimmel auslöst.

So kommt Salbei im Kübel durch den Winter

Im Pflanzgefäß findet der Frost sehr viel besser eine Angriffsfläche auf den Wurzelballen. Damit dieser nicht durchfriert, beugen die folgenden Vorsichtsmaßnahmen vor:

  • einen Topf vor die Südwand auf Holz oder Styropor stellen
  • das Gefäß dick mit Luftpolsterfolie einpacken
  • den Zweigen eine Haube überziehen, wie im Beet

Sichere Überwinterung im Haus – so gelingt es

Sind Sie sich nicht sicher, ob es sich bei Ihrem Salbei um eine winterharte Sorte handelt? Dann kommt der Umzug in ein Winterquartier in Betracht. Wählen Sie einen hellen Raum mit kühlen Temperaturen bis maximal 10 Grad Celsius. Geheizte Wohnräume sind ungeeignet, da Salbei die Diskrepanz zwischen hohen Temperaturen und erheblichem Lichtmangel nicht verkraftet.

Tipps & Tricks

Eine Kalium-betonte Düngung ab Juli verstärkt merklich die Frosthärte von Salbeipflanzen. Unter den Pflanzenjauchen verfügt insbesondere Beinwell über einen natürlichen Gehalt an Kalium, idealerweise angereichert mit Holzkohleasche und Gesteinsmehl.

GTH

Text: Paula Jansen

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