Schädlinge an Salbei wirksam bekämpfen – so gelingt es

Die sorgfältigste Pflege läuft ins Leere, wenn Salbei von Schädlingen heimgesucht wird. Rücken Läuse und Konsorten in Heerscharen an, besteht unmittelbarer Handlungsbedarf. Wie Sie die Übeltäter mit natürlichen Mitteln bekämpfen, erfahren Sie hier.

Salbei Schädlinge

Zikaden an Salbei erkennen und beseitigen – so geht es

Zikaden gelten als größte Heimsuchung an Salbei. Sie fügen mit ihrer Saugtätigkeit der Kräuterpflanze größeren Schaden zu, als die allgegenwärtigen Blattläuse. Da die Schädlinge mit ihrem Saugrüssel zugleich Krankheiten übertragen, ist eine konsequente Bekämpfung unumgänglich. An diesen Symptomen erkennen Sie einen Befall:

  • Auf den Blättern sind helle Saugstellen zu erkennen
  • Bei warmem Wetter flattern und springen die Zikaden auf dem Salbei herum
  • Im weiteren Verlauf färbt sich das Laub braun und fällt ab

Im frühen Stadium lassen sich die Biester mit einem Kescher oder klebrigen Gelbtafeln einfangen. In der biologischen Bekämpfung hat das Präparat Neem Azal T/S gute Erfolge erzielt.

Zikaden effektiv vorbeugen

Damit Ihr Salbei erst gar nicht in Bedrängnis gerät, können Sie mit Beginn der Pflanzung einem Befall vorbeugen. Schützen Sie die Kräuterpflanze mit einem engmaschigen Insektennetz. Traten in den Vorjahren bereits Zikaden im Garten auf, sollte ein Standort in möglichst großer Entfernung gewählt werden. Einpudern mit Gesteinsmehl im Frühjahr und Herbst hält die Parasiten ebenfalls auf Abstand.

Spinnmilben mit natürlichen Mitteln entgegenwirken

Kommt der Sommer trocken und warm daher, machen sich Spinnmilben über die samtigen Salbeiblätter her. Die winzigen Schädlinge selbst sind erst spät mit bloßem Auge zu erkennen. Halten Sie daher Ausschau nach den zarten Gespinsten in den Blattachseln. Mit diesen Hausmitteln gehen Sie nachhaltig gegen die Brut vor:

  • In 500 ml Wasser 15 ml Kaliseife auflösen und auf das befallene Laub sprühen
  • Die Salbeiblätter sollten mindestens 15 Minuten damit befeuchtet bleiben

Wenden Sie diese Behandlung alle 1-2 Tage an, bis keine Spinnmilben mehr zu entdecken sind.

Tipps & Tricks

Schädlinge kennen nicht den Unterschied zwischen Nutzpflanzen und Unkraut. Eine Bekämpfung von Raupen, Läusen und anderen Parasiten sollte daher stets einher gehen mit einer konsequenten Beseitigung des Unkrauts im gesamten Garten. Hierzu zählt auch, im Herbst kein Laub auf dem Boden liegen zu lassen als Mulch. Verwelkte Blätter dienen sowohl Schädlingen als auch Pilzsporen als willkommenes Winterquartier.

GTH

Text: Paula Jansen
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