Häufige Schädlinge am Rosmarin und ihre Bekämpfung

Ein Schädlingsbefall am Rosmarin zeigt sich vor allem nach einem zu trockenen Winter. Eine unsachgemäße Überwinterung schwächt die Pflanze und macht sie so anfällig für einen Befall. Allerdings lassen sich die verschiedenen Arten an Läusen, Fliegen und Milben meist recht einfach bekämpfen: Tauchen Sie den Rosmarin für etwa 15 Minuten unter Wasser (jedoch nicht die Wurzeln!) und halten Sie die Luft für mehrere Tage möglichst feucht, z. B. indem Sie die Pflanze mit einer durchlöcherten Plastiktüte abdecken.

Rosmarin schädlinge

Rosmarin hat Läuse – Woll- und Blattläuse

Pflanzenläuse gelten als ultimative Plagegeister. Rosmarin wird vor allem von Blatt-, aber auch von Woll- und Schmierläusen befallen.

Blattläuse

Blattläuse sitzen an der Blattunterseite, wo sie Saft saugen und das, was sie nicht verwerten können, wieder als klebrige Masse ausscheiden. Neue Triebe und Blätter können beschädigt werden, die befallenen Pflanzen verkrüppeln. Ein Blattlausbefall wird häufig von Rußtaubelag begleitet, da dieser Pilz von dem von Blattläusen ausgeschiedenen Honigtau lebt.

Woll- und Schmierläuse

Ein Befall mit Schild-, Woll- oder Schmierläusen zeigt sich durch ein geschwächtes Pflanzenwachstum sowie durch eine Kruste aus unzähligen Schildchen am Holz. Auch diese Läuse saugen den Pflanzensaft und scheiden eine klebrige Masse aus, die bevorzugt vom Rußtaupilz besiedelt wird. Sie erkennen den Pilzbefall durch einen schmierigen, schwarzen Belag auf Blättern und Stängeln. Eine organische Bekämpfung kann mit Hilfe von Schmierseife erfolgen, mit der die befallenen Stellen abgewaschen werden.

Rosmarin mit Milben befallen – Thripse und Spinnmilben

Ein Befall mit Spinnmilben zeigt sich durch kleine, weißliche Flecken auf den Blättern. Die Blätter verfärben sich oft bleigrau bis bronzefarben. Die Milben selbst sind sehr kleine, rötlich gefärbte Tiere. Milben lieben trockene Luft, weshalb Ihnen meist gut mit einer stark erhöhten Luftfeuchtigkeit beizukommen ist. Auch Thripse, oft eher als Gewittertierchen bekannt, treten vor allem bei zu großer Trockenheit auf.

Weiße Fliegen am Rosmarin

Die winzigen weißen Fliegen zeigen sich meist durch weiße Punkte, die an der Unterseite der Blätter auftauchen. Außerdem werden die Blätter fleckig und verfärben sich gelb. Wie die Pflanzenläuse auch sondert die Weiße Fliege ein zuckriges Sekret ab, das eine Besiedelung mit dem Rußtaupilz fördert. Sie tritt vermehrt in warmen, feuchten Sommern auf. Befallene Blätter sollten sofort entfernt werden. Anschließend wird die ganze Pflanze mit einer Schmierseifenlösung behandelt.

Tipps & Tricks

Schädlinge lassen sich auch durch den Einsatz von nützlichen Insekten biologisch wirksam bekämpfen. Setzen Sie Raubmilben gegen Spinnmilben, Schlupfwespen gegen Weiße Fliegen, Florfliegen gegen Blattläuse und Thripse sowie Marienkäfer gegen Blatt-, Woll- und Schmierläuse ein.

IJA

Text: Ines Jachomowski
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