Rosmarin wird braun – Was tun?

Eigentlich ist der Rosmarin eine recht pflegeleichte Pflanze - wenn er nicht so unberechenbar wäre. Falscher Standort, zu wenig Wasser oder zu viel, zu kalter Winter oder zu warmer; dem empfindlichen Strauch kann man nur schwer etwas recht machen. Viele Rosmarine werden nach einer Weile braun, meist von den Spitzen der Nadeln her. Aber auch die Ästchen können schnell vertrocknen, insbesondere zum Ende des Winters hin.

Rosmarin wird braun

Meist ist zu viel Feuchtigkeit Schuld

Wenn die Nadeln braun werden und abfallen, dann kommen zunächst einmal zwei mögliche Gründe in Frage: Entweder steht der betroffene Rosmarin zu nass oder zu trocken. Bevor Sie sich an die Behandlung der Pflanze machen, sollten Sie also die richtige Ursache herausfinden. In den meisten Fällen dürfte jedoch zu viel Wasser Ihrem Rosmarin zusetzen, getreu der alten Gärtnerweisheit “Es wurden schon mehr Pflanzen zu Tode gegossen als sie vertrocknet sind”. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, zu viel Gießwasser sowie insbesondere Staunässe führen dazu, dass die Wurzeln des Rosmarins faulen und schließlich die oberirdischen Pflanzenteile nicht mehr versorgen können. In diesem Fall hilft nur, den Rosmarin auszugraben bzw. umzutopfen und an einer neuen Stelle bzw. Topf in frisches Substrat wieder einzupflanzen – natürlich, nachdem zuvor die faulenden Wurzeln beschnitten wurden.

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Braune Nadeln durch Schädlingsbefall

Braune Nadeln können jedoch auch eine andere Ursache haben, nämlich einen Befall mit Schädlingen wie etwa Spinnmilben, Schildläuse oder Tripse. Auch Pilzerkrankungen treten recht häufig auf. Meist bemerkt der Gärtner einen Schädlings- oder Pilzbefall gegen Ende des Winters, vor allem dann, wenn die Pflanze drinnen überwintert hat. Ursache ist oft eine zu warme Überwinterung sowie, damit einhergehend, eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit. Viele Schädlinge lieben trockene Heizungsluft und befallen trocken stehende Pflanzen, die zudem durch die Überwinterung geschwächt und somit anfälliger sind. Untersuchen Sie Ihren Rosmarin sorgfältig und halten Sie insbesondere an den Blattunterseiten Ausschau nach kleinen Tierchen – diese sind oft nur wenige Millimeter lang und nicht immer mit bloßem Auge zu erkennen.

Tipps & Tricks

Versuchen Sie zunächst eine Bekämpfung der Schädlinge bzw. Pilze mit biologischen Mitteln. Chemische Pflanzenschutzmittel (z. B. Fungizide) dürfen bei einer zum Verzehr bestimmten Pflanze auf keinen Fall zur Anwendung kommen! Gegen unerwünschte Tierchen hilft oft eine größere Luftfeuchtigkeit, Mehltau und andere Pilze lassen sich mit einem Knoblauchsud behandeln.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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