Rosmarin hat gelbe Flecken – was steckt dahinter?

Aromatische Kräuter aus der Familie der Lippenblütler, wozu auch der Rosmarin zählt, schmecken nicht nur uns Menschen gut, sondern auch vielen Schädlingen. Wenn die Blätter des Rosmarins auf einmal kleine, gelbe oder weiße Flecken haben, ist die Pflanze höchstwahrscheinlich von so genannten Zwergzikaden befallen.

Rosmarin gelbe Flecken

Oft stecken Zwergzikaden dahinter

Eigentlich sind Zikaden eher aus den südlichen Ländern bekannt. Weniger bekannt ist jedoch, dass es in dieser etwa 45.000 verschiedene Arten umfassenden Insektenfamilie winzig kleine Exemplare gibt, die maximal zwei Millimeter lang werden. Auch bei diesen Zwergzikaden gibt es verschiedene Arten, wobei dem Rosmarin vor allem die Schwarzpunktzikade (Eupteryx atropunctata), die Schwefel-Blattzikade (Emelyanoviana mollicula) sowie die Ligurische Blattzykade(Eupteryx decemnotata) zu schaffen machen. Der Name „Blattzikade“ rührt von der Ernährung dieser Schädlinge her, sie sitzen vornehmlich auf der Unterseite der Blätter und saugen den nahrhaften Blattsaft. Bei gutem Licht sind die kleinen, länglichen und beflügelten Tierchen auch zu sehen. Die gelben oder gelbweißen Punkte bzw. Flecken auf den Blättern sind die Einstichstellen.

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Maßnahmen gegen Zikadenbefall

Glücklicherweise kann ein solcher Zikadenbefall der Pflanze meist nicht gefährlich werden, es handelt sich also in erster Linie um ein optisches Problem. Dennoch sollten Sie so schnell wie möglich geeignete Maßnahmen ergreifen, da das Aussaugen des Blattsafts die Pflanze auf Dauer schwächt. Zudem sind die Tierchen sehr beweglich und können sich schnell ausbreiten. Sollten Sie Ihren Rosmarin in der Küche verwenden wollen, lassen Sie besser die Finger von chemischen Pflanzenschutzmitteln. Stattdessen können Sie die Tiere auf biologische Weise bekämpfen:

  • Als erste Maßnahme sollte der befallene Rosmarin umgepflanzt werden.
  • Entfernen Sie sorgfältig das alte Substrat und schütteln Sie die Pflanze gründlich.
  • Brausen Sie den Rosmarin nun kräftig in der Dusche ab.
  • Setzen Sie die Pflanze in einen neuen Topf und in frisches Substrat.
  • Stellen Sie sie zudem an einen neuen Standort.
  • Besprühen Sie die Pflanzen mit einer verdünnten Essiglösung, um eventuell noch vorhandene Eier abzutöten.

Tipps & Tricks

Blattzikaden legen ihre Eier im Herbst ab, die Larven schlüpfen dann im zeitigen Frühjahr. Jungpflanzen können Sie mit einem engmaschigen Insektenschutznetz schützen, sollten sie aber dennoch regelmäßig auf einen Insektenbefall kontrollieren. Je früher Sie reagieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Tierchen wieder los werden.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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