Rosmarin Steckbrief

Rosmarin – Steckbrief eines beliebten Küchenkrauts

Rosmarin ist ein typisches Gewürz für viele mediterrane Gerichte, außerdem wird das Kraut seit jeher in der Heilkunde verwendet.

Herkunft und Vorkommen

Die Pflanze stammt aus den trockenen Macchien der Mittelmeerregion und gedeiht vor allem auf der iberischen Halbinsel sowie in Griechenland und Kroatien wild. Heute wächst Rosmarin fast überall in Europa und Amerika, vor allem jedoch in den Weinbaugebieten. In kälteren Regionen des kontinentalen Klimas ist der Halbstrauch jedoch nur bedingt winterhart, wobei einige spezielle Züchtungen mittlerweile speziell für diese Regionen selektiert wurden.

Botanische Charakteristika und Aussehen

Rosmarin ist ein mehrjähriger, immergrüner Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler. Somit ist die Pflanze mit anderen mediterranen Kräutern wie Thymian und Lavendel eng verwandt und braucht ähnliche Wachstumsbedingungen und Pflege wie diese. Der Strauch kann bis zu zwei Meter hoch werden und verholzt mit zunehmendem Alter. Die dunkelgrünen Blätter sind von ihrer Form her Tannennadeln sehr ähnlich und verströmen einen charakteristischen Geruch, zerreibt man sie zwischen den Fingern. Zwischen März und Mai zeigen sich die zahlreichen violetten, blauen, rosafarbenen oder auch weißen Blüten, der gern und oft von Bienen, Schmetterlingen und Hummeln als Weide genutzt werden. Die Blüten sind in Rispen angeordnet.

Verwendung

Die nadelartigen Blätter werden während und nach der Blüte geerntet und finden sowohl getrocknet als auch frisch hauptsächlich in der mediterranen Küche Anwendung. Aufgrund seines intensiven, herben Aromas sollte Rosmarin nur sehr sparsam verwendet werden. Besonders viel Geschmack haben dabei getrocknete Rosmarinnadeln, die zu Beginn hinzugegeben und mit gegart werden. Rosmarin passt besonders gut zu

  • allerlei Fleisch (v. a. Huhn, Schwein und Schaf)
  • mediterranem Gemüse (Tomaten, Auberginen, Zucchini etc.)
  • Kartoffeln (Rosmarinkartoffeln)
  • Wild- und Fischgerichten
  • pikante Saucen und Suppen (z. B. Tomatensuppe)
  • Käse.

Des Weiteren wird insbesondere das an ätherischen Ölen reiche Rosmarinöl in der Naturheilkunde angewendet, dabei jedoch meist nur äußerlich. Rosmarinöl kann etwa einem Dampfbad hinzugefügt werden, um das Nervensystem zu beruhigen bzw. den Kreislauf anzuregen. Außerdem regt Rosmarin das Verdauungssystem an, weshalb das Würzkraut vor allem schwere und fettige Speisen bekömmlicher macht.

Tipps & Tricks

Aufgrund seiner menstruationsfördernden Wirkung sollten schwangere Frauen auf einen intensiven Gebrauch von Rosmarin als Gewürz bzw. Heilkraut verzichten.

IJA

Text: Ines Jachomowski

Beiträge aus dem Forum

  1. tade
    Zitronenbaum
    tade
    Tropische Pflanzen
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