Verschiedene Rosmarinsorten mit unterschiedlicher Winterhärte

Rosmarin ist nicht gleich Rosmarin - das betrifft nicht nur die sehr unterschiedliche Winterhärte, sondern auch die durchaus sehr verschieden ausgeprägten Aromen dieses Würzkrauts. Rosmarin ist mittlerweile in zahllosen Züchtungsvarianten erhältlich, von denen die meisten dem Rosmarinus officinalis zuzuordnen sind. Die Gattung Rosmarinus teilt sich in zwei Arten auf, dem bereits erwähnten Rosmarinus officinalis sowie dem Rosmarinus lavendulaceus.

Rosmarin Sorten

Geeigneter Rosmarin für den Garten

Im Allgemeinen gilt Rosmarin nicht als winterhart, d. h. er sollte im Winter auf keinen Fall draußen bleiben. Die fehlende Resistenz gegenüber Kälte und Frost verwundert kaum, stammt der Gewürzstrauch doch von den sonnenverwöhnten Küsten des Mittelmeeres. Allerdings sind die Pflanzenzüchter durchaus nicht untätig geblieben und haben einige winterharte Rosmarinsorten erzüchtet. Doch auch wenn diese – je nach Sorte – bis zu minus 20 °C vertragen können, so gilt dies nur für ältere, gut bewurzelte Pflanzen. Junge Rosmarine sollten stets im Haus überwintern, da sie noch nicht kräftig und abgehärtet genug sind, um einen typisch deutschen Winter zu überstehen. In milden Wintern sowie in den Weinbaugebieten können Sie jedoch auch lediglich winterfeste Sorten mit dem entsprechenden Schutz draußen zu lassen.

Winterharte Rosmarinsorten sind:

  • Veitshöchheimer Rosmarin – eine wenig krankheitsanfällige Züchtung aus Franken
  • Arp – winterhart bis minus 22 °C, mittelhohe Sorte mit hellblauen Blüten
  • Blue Winter – die wahrscheinlich unempfindlichste Rosmarinsorte
  • Hill Hardy – relativ winterharte Sorte, mit entsprechendem Schutz bis minus 22 °C winterhart

Besondere Rosmarinsorten

Neben den herkömmlichen Sorten des Rosmarins gibt es außergewöhnliche Züchtungen, die entweder durch eine besondere Form oder durch ihr Aroma überzeugen. Ideal für eine Bepflanzung in Balkonkästen sowie auf Steinmauern ist etwa der Rosmarinus lavendulaceus Capri, der Hängerosmarin. Diese Sorte eignet sich ausschließlich für die Topfkultur und besticht durch ihre überreiche, hellblaue Blüte. Eine ebenfalls sehr interessante Wuchsform weist die Rosmarinus officinalis Sorte “Boule” auf. Diese wächst in jungen Jahren erst aufrecht, um schließlich die Triebe um Laufe der Jahre nach unten zu biegen. Dabei entsteht eine sehr aparte, kugelige Form. Auch diese Sorte entwickelt eine reiche, hellblaue Blütenpracht. Eher kriechend wächst dagegen die hellblau blühende Sorte ‘Prostratus’, die sich besonders hübsch in Hängeampeln arrangieren lässt. Aparte rosafarbene Blüten zeigt dagegen “Majorcan Pink”, eine eher empfindliche Sorte mit säulenförmigem Wuchs.

Tipps & Tricks

Ein einzigartiges Aroma verspricht der auch als Rosmarinus angustifolia bekannte Pinien-Rosmarin, dessen zarte Nadeln einen ausgeprägten Geschmack nach Pinienkernen aufweisen.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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