Rosmarin im Frühbeet säen

Rosmarin gehört aufgrund seines intensiven Aromas zu den beliebtesten Küchenkräutern und lässt sich sehr vielseitig sowohl in der Küche als auch in der Naturheilkunde verwenden. Üblicherweise wird der mediterrane Strauch über Stecklinge vermehrt, was meist komplikationslos gelingt. Eine Vermehrung per Aussaat gelingt dagegen nur schwer.

Rosmarin säen

Rosmarin ist ein Lichtkeimer

Die feinen Rosmarinsamen sollten etwa ab Mitte März unter Glas bzw. ab Mitte bis Ende April im Frühbeet ausgebracht werden. Da es sich, wie so viele Kräuter, auch beim Rosmarin um einen Lichtkeimer handelt, sollten die Samen lediglich nur sehr dünn mit Erde bedeckt oder aber lediglich angedrückt werden. Die Keimzeit beträgt etwa drei bis fünf Wochen. Sie können beim Aussäen folgendermaßen vorgehen:

  • Befüllen Sie kleine Saattöpfe mit Kräuter- oder magerer Anzuchterde, die Sie im Verhältnis 1:1 mit Sand vermischen.
  • Die Erde sollte möglichst fein sein. Zu diesem Zweck können Sie sie zuvor sieben.
  • Befeuchten Sie die Erde mittels einer Sprühflasche.
  • Bringen Sie nun die Samen schön gleichmäßig aus.
  • Damit dies besser gelingt, können Sie sie auch mit Sand vermischen und erst dann aussäen.
  • Streuen Sie nun dünn – etwa in der zweifachen Samenstärke – feine Erde darüber.
  • Drücken Sie mit Hilfe eines Bretts o. ä. die Samen leicht an.
  • Stellen Sie das Pflanzgefäß an einen warmen und hellen Ort.
  • Die Temperatur sollte etwa zwischen 18 und 22 °C betragen.
  • Halten Sie das Substrat gleichmäßig feucht.

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Eine Keimung kann durch die Anwendung von Gibberellinsäure, einem pflanzlichen Wachstumshormon, angeregt werden.

Samen keimen sehr ungleichmäßig

Rosmarinsamen keimen sehr unregelmäßig, unter Umständen müssen Sie recht viel Geduld mitbringen. Die Pflänzchen werden in Einzeltöpfen pikiert, sobald nach den beiden Keimblättchen die ersten richtigen Blättchen wachsen. Eine Auspflanzung sollte jedoch erst im Folgejahr erfolgen, da die jungen Pflanzen im ersten Standjahr noch sehr empfindlich sind und zudem auf keinen Fall draußen überwintern können. Sie würden mit großer Wahrscheinlichkeit erfrieren. Die Pflanzen werden ab Mitte bis Ende Mai – ergo nach den Eisheiligen – im Abstand von ca. 30 x 40 Zentimetern ins Beet gesetzt.

Tipps & Tricks

Jungpflanzen sollten gleichmäßig feucht – aber keinesfalls nass! – gehalten werden, solange, bis sie zuverlässig Wurzeln geschlagen haben und gut angewachsen sind. Eine Düngung ist dagegen nicht notwendig.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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