Rosmarin

Rosmarin aus Samen ziehen: Anleitung für optimale Ergebnisse

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Rosmarin ist ein vielseitiges Kraut, das sich durch sein Aroma und seine pflegeleichten Eigenschaften auszeichnet. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung zur Anzucht, Pflege und Verwendung von Rosmarin.

Rosmarin Samen

Bezugsquellen für Rosmarinsamen

Rosmarinsamen können über verschiedene Bezugsquellen erworben werden, wie Online-Shops, Gartencenter und Baumärkte.

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Online-Shops für Rosmarinsamen

Beim Kauf von Rosmarinsamen über Online-Shops haben Sie Zugang zu einer breiten Auswahl an Sorten und Qualitäten. Viele Anbieter bieten samenfeste, ungebeizte und nicht genmanipulierte Samen an, oft auch in Bio-Qualität. Diese Samen stammen aus ökologischer Vermehrung und sind frei von Pestiziden und Chemikalien. Zusätzlich bieten Online-Shops nützliche Informationen zur Anzucht und Pflege sowie praktisches Zubehör wie Anzuchttöpfe und Pflanzenerde. Die Bestellung erfolgt bequem von zu Hause, und die Samen werden innerhalb weniger Tage geliefert.

Gartencenter und Baumärkte

Gartencenter und Baumärkte bieten den Vorteil, die Samen vor dem Kauf begutachten zu können. Der direkte Kontakt zu Fachpersonal erleichtert es, Fragen zur Anzucht und Pflege zu klären. Die Auswahl an Sorten kann zwar begrenzter sein als online, aber Sie können die Samen sofort mitnehmen. Zudem gibt es häufig saisonal reduzierte Angebote.

Egal, wo Sie Ihre Samen kaufen, achten Sie stets auf die Qualität der Samen und auf Zusatzinformationen zur Anzucht und Pflege, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Anzucht von Rosmarin aus Samen

Die Anzucht von Rosmarin aus Samen erfordert Geduld, ist aber grundsätzlich unkompliziert.

Aussaatzeitpunkt

Säen Sie die Samen zwischen März und Juni aus. Für eine Vorkultur eignen sich Fensterbank oder Gewächshaus besonders gut, da Rosmarin Temperaturen von mindestens 18°C bis 24°C für die Keimung benötigt.

Aussaatverfahren

Verwenden Sie Anzuchtschalen oder kleine Töpfe. Füllen Sie diese mit hochwertiger Anzuchterde und streuen Sie die Samen gleichmäßig auf die Erdoberfläche. Rosmarin ist ein Lichtkeimer; drücken Sie die Samen daher nur leicht an und bedecken Sie sie nicht mit Erde. Befeuchten Sie die Erde vorsichtig, um ein Wegschwemmen der Samen zu vermeiden.

Keimdauer

Die Keimung dauert 14 bis 30 Tage. Halten Sie die Erde während dieser Zeit gleichmäßig feucht. Eine transparente Abdeckung kann helfen, die Feuchtigkeit zu bewahren, aber sorgen Sie für regelmäßige Belüftung, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Pikieren

Sobald die Sämlinge etwa 7 bis 10 cm hoch sind und keine Gefahr von Spätfrösten mehr besteht, vereinzeln Sie die Jungpflanzen. Setzen Sie sie in einzelne Töpfe oder Gartenbeete, wobei der Abstand zwischen den Pflanzen etwa 30 cm betragen sollte. Achten Sie darauf, die Wurzeln beim Umsetzen nicht zu beschädigen.

Wichtige Pflegetipps

Stellen Sie die Anzuchttöpfe an einen hellen, warmen Ort, der nicht direkter Sonne ausgesetzt ist. Sobald die Sämlinge stärker sind, wählen Sie einen teilsonnigen Standort.

Standort und Pflege

Rosmarin gedeiht am besten an sonnigen und warmen Standorten, die gut vor Wind und Wetter geschützt sind.

Lichtverhältnisse

Rosmarin benötigt mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht täglich. Vollsonnige Standorte fördern ein kräftiges Wachstum und sorgen für aromatischere Blätter. Halbschattige Lagen sind zwar möglich, wirken sich aber negativ auf das Aroma aus.

Bodenbeschaffenheit

Rosmarin bevorzugt trockene, durchlässige und kalkhaltige Böden. Schwere Böden sollten vor der Pflanzung mit Sand, Kies oder Blähton aufgelockert werden, um die Drainage zu verbessern und Staunässe zu vermeiden.

Bewässerung

Gießen Sie Rosmarin sparsam. Lassen Sie die Erde zwischen den Bewässerungen gut antrocknen, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden. An heißen Sommertagen ist eine vorsichtige Bewässerung ratsam.

Düngung

Rosmarin ist ein Schwachzehrer. Eine sparsame Düngung im Frühjahr mit Kompost oder organischen, stickstoffarmen Düngern reicht aus.

Schnitt

Schneiden Sie die Pflanze im Frühjahr oder nach der Blüte zurück, um die Bildung neuer Triebe zu fördern. Vermeiden Sie radikale Rückschnitte in die verholzten Teile der Pflanze.

Überwinterung

In kalten Regionen benötigt Rosmarin Winterschutz. Bedecken Sie freistehende Pflanzen mit Vlies oder Reisig. In frostgefährdeten Bereichen ist die Kultivierung im Topf empfehlenswert. Stellen Sie die Töpfe in einen frostfreien, hellen Raum mit Temperaturen zwischen 5°C und 10°C und gießen Sie nur sparsam.

Verwendung von Rosmarin

Rosmarin ist in der Küche und der Naturheilkunde vielseitig einsetzbar.

Kulinarische Verwendung

Rosmarin verleiht vielen Gerichten ein intensives Aroma. Verwenden Sie die Blätter und Triebspitzen frisch oder getrocknet:

  • Fleisch- und Fischgerichte: Besonders bei gebratenem und gegrilltem Fleisch sowie Fisch.
  • Kartoffel- und Gemüsegerichte: Bestens geeignet für Rosmarinkartoffeln oder gebratenes Gemüse.
  • Suppen und Eintöpfe: Verleiht eine leicht bittere, erfrischende Note.
  • Salate und Quark: Gibt Salaten oder Quark ein mediterranes Flair.

Rosmarin eignet sich auch für die Herstellung von Kräuterölen und Essig sowie für die Zubereitung von wohltuendem Tee.

Medizinische Verwendung

Rosmarin enthält ätherische Öle wie Borneol, Pinen und Cineol, die verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen haben:

  • Verdauungsfördernd und appetitanregend: Unterstützt die Verdauung und kann den Appetit anregen.
  • Kreislauf- und durchblutungsfördernd: Kann durch Badezusätze oder Salben die Durchblutung verbessern.
  • Krampflösend und entzündungshemmend: Hilfreich bei rheumatischen Beschwerden und Muskelverspannungen.
  • Nervenstärkend: Als Tee beruhigend und hilfreich bei nervöser Unruhe und Erschöpfung.

Verwenden Sie Rosmarin auch in Dampfbädern, Tinkturen und Salben. In der Schwangerschaft sollte Rosmarin jedoch vermieden werden, da er wehenfördernd wirken kann.

Die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten von Rosmarin in der Küche und der Naturheilkunde machen dieses Kraut zu einem wertvollen Bestandteil Ihres Gartens und Ihrer Hausapotheke.

Bilder: CTRPhotos / iStockphoto