Rosmarin Herkunft

Rosmarin – Herkunft von den mediterranen Macchien

Rosmarin ist ein sehr beliebtes Gewürz, das nicht nur mediterranen Gerichten eine aromatische Note gibt. Ganz im Gegenteil, ist Rosmarin doch sehr vielseitig und würzt sowohl Fleisch, Fisch und Gemüse als auch Süßspeisen und Desserts - probieren Sie doch einmal Pflaumenmus mit Rosmarin oder Rosmarinhonig, köstlich!

Mediterraner Rosmarin

Rosmarin, aufgrund seines intensiven Duftes im deutschen Volksmund auch als „Weihrauchkraut“ bekannt, stammt ursprünglich von den trockenen Macchien Südeuropas. Der bis zu zwei Meter hohe Strauch wächst vor allem auf der iberischen Halbinsel, kommt aber auch in Griechenland, Italien und Kroatien wild wachsend vor. In Deutschland wächst die Pflanze in der Regel nicht so üppig wie in ihren Herkunftsländern – wo sie durchaus auch zum Pflanzen von Hecken eingesetzt wird – sondern wird lediglich zwischen 80 bis 100 Zentimeter hoch. Ebenso wie in seinen mediterranen Herkunftsländern braucht der Rosmarin auch hier einen sonnigen und warmen Standort, wobei er nur sehr eingeschränkt winterhart ist. Daher empfiehlt sich vor allem in den kühleren Regionen Deutschlands eine Kultivierung im Topf.

Rosmarin schon im Altertum bekannt

Woher der Name „Rosmarin“ stammt, ist nicht zweifelsfrei geklärt. Manche Fachleute gehen davon aus, dass sich die Bezeichnung von den lateinischen Wörtern „ros“ für „Tau“ und „marinus“ (für: „zum Meer gehörig“) ableiten; Rosmarin ergo auf Deutsch so viel wie „Tau des Meeres“ bedeutet. Andere Sprachwissenschaftler wiederum führen den Pflanzennamen auf das griechische „rhops myrinos“ zurück, was wiederum „wohlriechender Strauch“ heißt. Gesichert ist jedoch, dass das Kraut schon seit Jahrtausenden in der Küche sowie als Heilkraut verwendet wird. Der deutsche Name „Brautkraut“ ist ein Überbleibsel aus der griechischen Antike, als der Rosmarin noch der Liebesgöttin Aphrodite geweiht war. In Deutschland fand die Pflanze schließlich im späten Mittelalter zunächst in den Klostergärten Einzug, nachdem sie von wandernden Benediktinermönchen aus Italien über die Alpen gebracht wurde. Bereits Paracelsus, ein bekannter Arzt der frühen Neuzeit, empfahl eine heilkundliche Verwendung des Rosmarins insbesondere bei Gicht und Rheuma.

Tipps & Tricks

Ein Rezept für einen besonders leckeren Brotaufstrich: Marmelade aus Zwetschgen, Mirabellen oder weißen Trauben mundet, abgeschmeckt mit ein wenig (!) gemahlenen Rosmarin, sehr intensiv. Diese Mischung schmeckt nicht nur auf Brot, sondern auch zu Wildfleisch.

IJA

Text: Ines Jachomowski

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  1. tade
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