Rasenkalk richtig ausbringen

Die Kalkung des Rasens kann eine sinnvolle Ergänzung zu den jährlichen Düngungen sein. Allerdings ist es wichtig, die Notwendigkeit richtig abzuschätzen. Benötigt der Boden Kalk, muss dieser zum richtigen Zeitpunkt ausgebracht werden. Nur so können Sie Schäden vermeiden.

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Moos im Rasen deutet auf einen zu sauren Boden hin

Notwendigkeit

Rasenflächen sollten einen pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 aufweisen. Bodenproben geben genaue Auskunft über Mangelerscheinungen. Bestimmte Pflanzen zeigen ebenfalls an, wann der Untergrund kalkarm ist. Hundskamille, Bauernsenf, Moos und Schachtelhalm sowie Stiefmütterchen gelten als Indikatoren für ein Milieu im eher sauren Bereich. Gleichzeitig weisen die Gräser Schadbilder wie vertrocknete Triebspitzen oder vergilbte Blätter auf.

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Zeitpunkt

Bevor die neue Vegetationsperiode im Frühjahr beginnt, ist die richtige Zeit zum Kalken gekommen. Die erste Jahresdüngung erfolgt im Anschluss etwa zwei bis drei Wochen nach der Kalkung, wenn die Gräser frisch austreiben. Sie können Kalk auch im Herbst ab Oktober ausbringen. Diese Variante bietet ein optimales Ergebnis, da stickstoffhaltige Rasendünger der Aufkalkung entgegenwirken. Eine Ausnahme bilden milde Kalkprodukte, die Kalziumkarbonat beinhalten. Sie können ganzjährig bei Bedarf ausgebracht werden.

Vorgehensweise

Mähen Sie die Fläche so tief wie möglich. Lockern Sie den Boden mit einem Vertikutierer (158,00€ bei Amazon*) auf und entfernen Sie Moose, Unkräuter und sämtliche Pflanzenreste. Wenn notwendig, sollten Sie den Rasen aerifizieren und sanden. Messen Sie die Kalkmenge genau ab und nutzen Sie zum Ausbringen einen Streuwagen, um das Pulver optimal zu dosieren.

Anleitung zum Kalken:

  • Fläche mit dem Steuer in Linien abfahren
  • keine Zwischenräume lassen und Bahnen nicht überlappen
  • Kalk mit einer Harke in den Boden einarbeiten
  • Rasen ausgiebig wässern

Tipps

Auf kleinen Flächen können Sie den Gartenkalk (9,70€ bei Amazon*) auch mit der Hand ausstreuen. Dieser ist nicht gefährlich für die Haut.

Vorteile

Eine Kalkung sorgt für ein feinkrümeliges Substrat und verbessert somit Struktur und Stabilität. Ein guter Boden neigt weniger zum Verschlämmen nach Regenfällen und erwärmt sich im Frühjahr schneller als ein verdichteter Untergrund. Auch die Pflanzen profitieren von dieser Bodenverbesserung und erweisen sich als widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten. Dagegen wird das Wachstum von unerwünschten Beikräutern im Rasen gebremst. So hilft Kalk gegen Moos im Rasen.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Aprilflower/Shutterstock

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