Sauerampfer im Rasen in den Griff bekommen

Während der Sauerampfer in Naturwiesen oft eine interessante Facette zur Optik der Landschaft hinzufügt, stellt er im heimischen Rasen doch eher einen Störfaktor dar. Seine Bekämpfung sollten Sie richtig angehen, damit diese nicht zu einem Kampf gegen Windmühlen wird.

Sauerampfer im Rasen

Frühzeitig die Notbremse ziehen

Behalten Sie die Zusammensetzung der Pflanzen in Ihrem Rasen stets gut im Auge, auch wenn Sie keinen Wert auf eine reine Grasfläche ohne jegliche Kräuter legen. Nach der sommerlichen Blütezeit verteilen sich die zahlreichen Samen des Sauerampfers durch Vögel oder die Anhaftung an Schuhsohlen. Im Rasen erkennen Sie den Sauerampfer in der Regel relativ leicht an seinen rosettenartig aus der Erde wachsenden und lanzettförmigen Blättern. Wenn Sie mit der Beseitigung zu lange warten, kann sich die Pflanze nicht nur durch Samen weiter ausbreiten. Die Wurzeln bilden bei längerem Wachstum an einem Standort auch ein unterirdisches Fruchtbarkeitsreservoir, das später kaum mehr zu entfernen ist.

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Vorsicht bei der Bekämpfung mit chemischen Mitteln

Verschiedene chemische Unkrautvernichter wie Roundup oder Weedex können auch für die Beseitigung von Sauerampfer angewendet werden. Diese Vorgangsweise ist angesichts des geringeren Aufwands zwar verlockend, allerdings werden hierbei auch bei einer nur punktuellen und gezielten Ausbringung durchaus auch andere Rasenanteile vernichtet. Beachten Sie bei Unkrautvernichtern stets alle Sicherheitshinweise des Herstellers, um durch das Einatmen keine Gesundheitsschäden zu riskieren. Außerdem muss Ihnen bewusst sein, dass mit diesen Mitteln belastete Pflanzenteile im Garten meist nicht mehr für den menschlichen Verzehr oder das Verfüttern an Pferde oder Kaninchen geeignet sind. Ein entsprechender Abstand zum Gemüsebeet und zu den Futterflächen von Haustieren sollte also strikt eingehalten werden.

Die mechanische Bekämpfung von Sauerampfer im Rasen

Auch ohne Giftstoffe lässt sich der Sauerampfer bekämpfen, auch wenn dies etwas Arbeit bedeutet. Wichtig ist dabei:

  • die regelmäßige Kontrolle des Rasens
  • die Verhinderung der Selbstaussaat
  • das richtige Ausstechen der Wurzeln

Der Sauerampfer verträgt eine geringe Schnitthöhe weniger gut als die meisten Rasensorten. Mähen Sie also ihren Rasen möglichst kurz auf eine Schnitthöhe von 3 bis 5 Zentimetern, um den Sauerampfer-Bestand grundsätzlich zu schwächen. Entfernen Sie die Pflanzen unbedingt vor der Blüte, damit sich die Samen nicht weiter im Garten ausbreiten können. Die jungen Blätter des Sauerampfers eignen sich auch hervorragend für Kräutersalate, wenn sie nicht durch Pflanzenschutzmittel oder andere Belastungen verunreinigt sind. Beim Ausstechen sollten Sie unbedingt auf die vollständige Entfernung der Wurzeln achten, da Wurzelreste im Boden immer neue Pflanzen hervorbringen können.

Tipps & Tricks

Wenn der Sauerampfer an einem Standort schon länger Fuß gefasst hat, so können äußerst regenerationsfreudigen Wurzeln bis in eine Tiefe von 150 Zentimetern reichen. Leichter als mit einem Spaten lassen sich diese mit einem sogenannten Ampferstecher aus dem Gartenfachhandel entfernen.

WK

Text: Burkhard

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