Ampfer bekämpfen – mit und ohne chemische Bekämpfungsmittel

Ampfer ist für viele Gartenbesitzer ein wirklich lästiges Unkraut, weil es sich so schlecht bekämpfen lässt. Chemische Bekämpfungsmittel helfen nur bedingt, da die Pflanze sehr tiefreichende Wurzeln bildet. Wie Sie Ampfer mit und ohne chemische Mittel vernichten.

Ampfer vernichten
Die chemische Bekämpfung von Ampfer ist eine Möglichkeit, aber sehr schädlich für Mensch, Tier, Vegetation und Boden und daher nicht zu empfehlen

Ampfer bildet sehr tiefe Wurzeln

Tritt Ampfer im Garten oder Rasen auf, sollten Sie sofort tätig werden. Hat sich die Pflanze erst einmal eingelebt, haben Sie kaum noch eine Chance, das Unkraut effektiv zu bekämpfen.

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Die Wurzeln reichen mehr als einen Meter tief in die Erde. Sie bilden Ausläufer, aus denen neue Pflanzen hervorgehen.

Außerdem vermehrt sich Ampfer über Samen. Lassen Sie Ampfer im Garten niemals zur Blüte kommen, damit Sie die Ausbreitung so unter Kontrolle bekommen.

  • Ampfer nicht blühen lassen
  • neue Rosetten sofort ausstechen
  • Rasen kurz halten
  • chemische Spritzmittel nur im Notfall einsetzen

Ampfer von Hand vernichten

Wirkungsvoller als der Einsatz von Spritzmitteln ist das Ausziehen der Wurzeln. Das sollte passieren, sobald Sie auch nur eine kleine Rosette des Ampfers entdeckt haben.

Verwenden Sie zum Ausstechen einen speziellen Ampferstecher. Mit ihm kommen Sie tiefer in die Erde als mit einem gewöhnlichen Unkrautstecher. Sie müssen die Wurzeln möglichst vollständig entfernen, da auch aus Resten neue Ampferpflanzen austreiben.

Stechen Sie Ampfer im Garten oder Rasen an einem Tag aus, an dem der Boden sehr feucht ist, beispielsweise nach einem Regentag. Dann ist die Erde lockerer und Sie bekommen die Wurzeln auch ohne Kraftanstrengung vollständig aus der Erde.

Der Einsatz chemischer Bekämpfungsmittel

Der Aufwand chemischer Bekämpfungsmittel zum Vernichten von Ampfer ist geringer als die biologische Bekämpfung. Es gibt eine Reihe von Präparaten, die dafür geeignet sind, wie beispielsweise Roundup, Simplex, Weedex oder Dicopur. Alle Mittel enthalten giftige Stoffe.

Der Einsatz dieser Bekämpfungsmittel muss genau nach Anweisung erfolgen. Einige werden im Frühjahr angewendet, andere werden im Herbst als Spritzmittel aufgebracht. Eine Anwendung im Herbst ist nicht ganz so erfolgreich, dafür lässt der Rasen im darauffolgenden Frühjahr meist wieder nutzen.

Grundsätzlich muss aber gesagt werden, dass Spritzmittel auf chemischer Basis immer nur punktuell wirken. Die meisten Inhaltsstoffe bleiben auf der Oberfläche und gelangen gar nicht erst bis zu den tief verlaufenden Wurzeln. Deshalb ist die chemische Bekämpfung von Ampfer in Garten oder Rasen durchaus kritisch zu sehen.

Die Anweisungen des Herstellers beachten

Wenn Sie sich für chemische Spritzmittel zum Vernichten von Ampfer entscheiden, halten Sie sich genau an die Vorschriften, die auf der Packung zu finden sind.

Eine unsachgemäße Anwendung kann gesundheitliche Schäden für Sie, Ihre Kinder und Ihre Haustiere hervorrufen.

Tipps

Wenn Sie Ampfer mit chemischen Mitteln wie Simplex oder Roundup bekämpfen, dürfen Sie keine Blätter des Ampfers sammeln, um sie zu essen. Auch dürfen Haustiere nicht auf den Rasen gelassen werden, um Vergiftungen zu verhindern.

Text: Sigrid Hestermann

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