Ampfer

Ampfer loswerden: Mechanisch & Chemisch

Artikel zitieren

Ampfer ist ein hartnäckiges Unkraut, das die Qualität von Grünland und die Erträge von Nutzpflanzen beeinträchtigen kann. Dieser Artikel beleuchtet effektive Methoden zur mechanischen und chemischen Bekämpfung von Ampfer, um die Ausbreitung einzudämmen und die Gesundheit Ihrer Pflanzen zu gewährleisten.

Ampfer vernichten
Die chemische Bekämpfung von Ampfer ist eine Möglichkeit, aber sehr schädlich für Mensch, Tier, Vegetation und Boden und daher nicht zu empfehlen

Ampfer mechanisch bekämpfen

Die mechanische Bekämpfung von Ampfer stellt eine effektive und umweltschonende Methode dar, um die Ausbreitung dieser Problemunkräuter einzudämmen und die Qualität Ihres Grünlandes zu erhalten. Zwei bewährte Ansätze möchte ich Ihnen hier vorstellen:

  • Ausstechen: Das Ausstechen eignet sich besonders gut für die gezielte Entfernung einzelner Ampferpflanzen. Achten Sie darauf, die Pflanze möglichst tief aus dem Boden zu ziehen, um die gesamte Wurzel zu erfassen und ein erneutes Austreiben zu verhindern. Feuchter Boden erleichtert das Herauslösen der Wurzeln. Da bereits eine Ampferpflanze pro Quadratmeter zu Ertragsverlusten von bis zu 5 Prozent führen kann, ist ein frühzeitiges Eingreifen empfehlenswert.
  • Schneiden/Mähen: Eine regelmäßige Mahd des Ampfers vor der Blütenbildung verhindert die Samenbildung und somit die weitere Ausbreitung. Diese Maßnahme trägt zur Erhaltung einer guten Futterqualität bei. Der ideale Zeitpunkt für das Mähen ist das Rosettenstadium des Ampfers, bis maximal 20 Prozent der Blütenstängel sichtbar sind.

Lesen Sie auch

Diese manuellen Bekämpfungsmethoden sind elementar für eine nachhaltige Grünlandbewirtschaftung und den Erhalt der Tiergesundheit.

Ampfer chemisch bekämpfen

Wenn mechanische Maßnahmen an ihre Grenzen stoßen oder ein großflächiger Befall vorliegt, kann die chemische Bekämpfung von Ampfer notwendig werden.

  • Einzelpflanzenbehandlung: Bei geringem Ampferaufkommen bietet sich die gezielte Behandlung einzelner Pflanzen an. Hierfür stehen sowohl Totalherbizide zur Verfügung, die das gesamte Pflanzengewebe inklusive der Wurzeln abtöten, als auch selektive Herbizide, die spezifisch zweikeimblättrige Pflanzen wie den Ampfer bekämpfen, Gräser jedoch verschonen. Die Applikation kann mit verschiedenen Methoden wie Streichstab, Rückenspritze oder Rotowiper erfolgen.
  • Flächenbehandlung: Bei massivem Ampferbefall ist die Behandlung großer Flächen mit selektiven Herbiziden angebracht. Wählen Sie ein Herbizid, das zu den angebauten Kulturpflanzen und den Standortbedingungen passt. Die sorgfältige Befolgung der Herstellerangaben optimiert die Wirksamkeit der Behandlung und minimiert gleichzeitig das Risiko für Kulturpflanzen und die Umwelt.

Optimaler Zeitpunkt zur Ampferbekämpfung

Optimaler Zeitpunkt zur Ampferbekämpfung

Schwacher Ampfer im Spätsommer reagiert besonders gut auf Herbizide

Der ideale Zeitpunkt zur Bekämpfung von Ampfer richtet sich nach den Entwicklungsphasen der Pflanze und den externen Bedingungen. Die Wirksamkeit von Herbiziden erhöht sich zu bestimmten Zeitpunkten erheblich:

  1. Phase 2 im Spätsommer: Nach mehreren Nutzungen und Schnitten ist der Ampfer geschwächt und beginnt, seine Reservestoffe in den Wurzeln wieder aufzufüllen. Dieser Zeitpunkt ist optimal für eine Herbizidbehandlung, da der Ampfer Nährstoffe und Wirkstoffe verstärkt in die Wurzeln verlagert. Wüchsiges Wetter unterstützt den Wirkungsbeginn und erhöht die Wirkungsdauer.
  2. Frühjahr: Auch das Frühjahr bietet günstige Wachstumsbedingungen für eine erfolgreiche Ampferbekämpfung. Ein frühes Eingreifen verhindert Qualitätsverluste im Futter und eine weitere Ausbreitung des Unkrauts.