Sauerampfer aus der Natur oder dem eigenen Garten essen

Der Sauerampfer (Rumex acetosa) ist eine Pflanze, die sich unter geeigneten Standortbedingungen stark ausbreiten kann. Die Bekämpfung im Rasen kann aber mit einer Ernte für die Küche einhergehen.

Sauerampfer essen

Sauerampfer roh verzehren oder nicht?

Grundsätzlich können Sie die möglichst jungen und saftigen Blätter des Sauerampfers auch roh essen, da die Pflanze bei normalen Verzehrmengen trotz ihrer besonderen Inhaltsstoffe nicht wirklich giftig wirkt. Immerhin enthalten die Blätter des Sauerampfers sehr viel Vitamin C und andere wertvolle Inhaltsstoffe. Allerdings sollten gewisse Mengen beim Verzehr aufgrund der enthaltenen Oxalsäure nicht überschritten werden. Wenn Sie den Sauerampfer in der Nähe von Waldrändern ernten, so sollten Sie nicht nur auf eine mögliche Düngung der Wiesen mit Gülle achten, sondern auch auf potenzielle Verunreinigungen mit den Eiern des Fuchsbandwurms. Sofern Sie die Blätter des Sauerampfers nicht vom eigenen, umzäunten Grundstück ernten, so sollten Sie die Blätter entweder äußerst gründlich abwaschen oder sogar vor dem Verzehr kochen.

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Den Sauerampfer zum richtigen Zeitpunkt ernten

Die Blüten des Sauerampfers färben sich im Verlauf der Blütezeit von Mai bis Juli von grün auf rot um. Gleichzeitig beginnen auch die Blätter, sich teilweise rötlich einzufärben. Dieser Umstand ist gleichzeitig ein Hinweis auf einen steigenden Gehalt an Oxalsäure in den Pflanzen. Deshalb sollten Sie die jungen und frischgrünen Blätter des Sauerampfers möglichst nur im Frühjahr ernten und bei Bedarf die Saison durch das Einfrieren oder Einlegen verlängern.

Leckere Gerichte mit Sauerampfer zaubern

Unbedenklichen Sauerampfer von unbelasteten Wiesen oder aus der eigenen Gartenwiese können Sie in der Regel auch roh essen, beispielsweise als würzige Salatzutat. Sie können daraus aber auch andere schmackhafte Rezepte mit einem angenehmen Säuregrad kochen. Dazu gehören Klassiker wie:

  • Frankfurter Grüne Soße
  • mit Sauerampfer verfeinerter Salat
  • Kräuterquark
  • Sauerampfersuppe
  • Eingelegter Sauerampfer

Tipps & Tricks

Achten Sie darauf, Gerichte mit Sauerampfer niemals in einem Topf aus Eisen oder Aluminium zuzubereiten. Diese neigen sonst dazu, einen metallischen Geschmack zu entwickeln. Außerdem enthalten die Blattstiele in der Regel mehr Säure als die grünen Blätter der Pflanze.

Text: Alexander Hallsteiner

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