Spitzwegerich essen und als Arzneipflanze verwenden

Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) wird aufgrund seiner schleimlösenden Wirkung in verschiedenen Darreichungsformen schon seit Jahrhunderten zur Linderung von Reizhusten eingesetzt. Die Blätter des an vielen Standorten vorkommenden Krauts können aber auch diverse Rezepte um interessante Geschmacksnuancen bereichern.

Spitzwegerich essen

Die Blätter des Spitzwegerichs roh oder gekocht verzehren

Alle Pflanzenteile des Spitzwegerichs sind essbar und können roh oder gekocht verzehrt werden. Selbst die Wurzeln sind nicht giftig, werden aber eher selten für Küchenrezepte verwendet. Die jungen und zarten Blätter des Spitzwegerichs sind nicht nur ein gesundes Futtermittel für Kaninchen und Pferde, sondern auch eine wohltuende Bereicherung für den menschlichen Speiseplan. Direkt aus der Wiese gepflückt und roh verzehrt haben die Blätter einen eher bitteren Geschmack. Sie lassen sich aber einfach mit einer Schere in kleinere Stücke schneiden und so als Kräuteranteil in den folgenden Rezepten verwenden:

  • für leckere Spitzwegerich-Omeletts
  • in bunt gemischtem Salat
  • zur geschmacklichen Abrundung von Frischkäse und Kräuterquark

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Die Knospen des Spitzwegerichs als Snack und Gewürz

Für den Verzehr ernten Sie die Spitzwegerich-Knospen am besten kurz vor der Blüte, wenn sich die weißgelben Staubblüten rund um die Knospen noch nicht gebildet haben. Roh haben diese Knospen einen leicht nussigen Geschmack. Sie können aber auch sanft in Öl angeröstet und dazu verwendet werden, verschiedenen Speisen einen pilzartigen Geschmack zu verleihen. Wenn Sie nur die Knospen abschneiden, können Sie während einer Vegetationsperiode am selben Standort mitunter mehrfach das Nachwachsen frischer Blütenknospen erleben.

Die Zubereitung eigener Hustenmittel aus Spitzwegerich

Der Spitzwegerich ist nicht nur essbar, sondern wirkt sich vielmehr in vielfältiger Hinsicht positiv auf verschiedene Bereiche des menschlichen Körpers wie Verdauungstrakt und Atemwege aus. Am bekanntesten ist aber schon seit Generationen die Nutzung der schleimlösenden Wirkung des Spitzwegerichs zur Bekämpfung von Reizhusten und Erkältungen. Sie können ganz einfach selbst einen Hustensaft aus Spitzwegerich herstellen, wenn Sie 1 Kilogramm gewaschene und zerkleinerte Spitzwegerich-Blätter zusammen mit 1 Liter Wasser, 1 Kilogramm Zucker und 500 Gramm Honig aufkochen und eindicken lassen. Nach dem Abfüllen in abgekochte Gläser sollten Sie diesen Hustensaft kühl lagern, da er sich sonst nur wenige Wochen hält.

Tipps & Tricks

Der Spitzwegerich selbst ist zwar nicht giftig, allerdings kann die Ausbringung bestimmter Dünger oder Pflanzenschutzmittel auf fremden Grundstücken oftmals nicht ausgeschlossen werden. Ernten Sie den Spitzwegerich daher besser im eigenen Garten oder an Standorten mit erwiesener Unbedenklichkeit.

WK

Text: Alexander Hallsteiner

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