Schachtelhalm

Kann man Schachtelhalm essen? Ja, und hier erfahren Sie wie!

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Der Ackerschachtelhalm, eine Pflanze mit langer Tradition, findet nicht nur in der Naturheilkunde Anwendung, sondern bietet auch kulinarisch interessante Möglichkeiten. Erfahren Sie mehr über die genießbaren Teile, die richtige Zubereitung und wichtige Unterscheidungsmerkmale zu anderen Schachtelhalmarten.

Schachtelhalm kochen
In der asiatischen Küche werden gern die Sprossen vom Schachtelhalm verarbeitet

Genuss und Geschmack

Ackerschachtelhalm bietet Ihnen in der Küche vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Zum Verzehr eignen sich junge Triebe, Triebspitzen und Sporentriebe. Ihr mild-pilzartiges Aroma verleiht Ihren Speisen eine besondere Note. Auch die Blätter des Ackerschachtelhalms sind essbar, zeichnen sich aber durch einen herben, bitteren Geschmack aus.

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Beim Verzehr sollten Sie aufgrund des hohen Kieselsäuregehalts des Ackerschachtelhalms auf geringe Mengen achten. Mit etwas Kreativität lassen sich seine einzigartigen Aromen in Ihren Gerichten hervorheben.

Verwendung in der Küche

Verwendung in der Küche

Junge Triebe des Ackerschachtelhalms bereichern Salate mit knackiger Textur und mildem Aroma

Ackerschachtelhalm ist in der Küche vielseitig einsetzbar.

  • Roh: Junge Triebe und Sporenträgerkolben bereichern Ihren Salat mit einer knackigen Textur und einem milden Aroma.
  • Gekocht: Ackerschachtelhalm verleiht als Gemüse in Aufläufen, Suppen oder Eierspeisen Ihren Gerichten einen besonderen Geschmack.
  • Frittiert: Ausgebackene Triebe bieten eine knusprige Beilage.
  • Verarbeitet: Fein gehackt oder gemahlen, lässt sich Ackerschachtelhalm hervorragend in Saucen, Pürees oder Gemüsesuppen integrieren.

Ackerschachtelhalm und Sumpfschachtelhalm

Verwechseln Sie den Ackerschachtelhalm nicht mit dem Sumpfschachtelhalm. Der Sumpfschachtelhalm enthält Thiaminase, ein Enzym, welches das wichtige Vitamin B1 (Thiamin) abbaut. Ein Mangel an Vitamin B1 kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

Unterscheidungsmerkmale

Achten Sie bei der Bestimmung auf folgende Merkmale:

  • Länge des ersten Gliedes der Seitenäste: Beim Ackerschachtelhalm ist das erste Glied der Seitenäste länger oder mindestens so lang wie die dazugehörige Blattscheide. Beim Sumpfschachtelhalm ist es deutlich kürzer.
  • Farbe der Astscheiden: Der Sumpfschachtelhalm weist dunkelbraun bis schwarz gefärbte Astscheiden auf.
  • Standortpräferenzen: Der Ackerschachtelhalm bevorzugt Äcker sowie feuchte Wiesenränder und Böschungen. Der Sumpfschachtelhalm ist hauptsächlich in Feucht- oder Sumpfgebieten zu finden.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten

Ackerschachtelhalm ist vielseitig einsetzbar.

Innere Anwendung

Ackerschachtelhalm wird aufgrund seiner Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Kieselsäure und Mineralien geschätzt.

  • Förderung der Durchspülung der Harnwege
  • Unterstützung bei der Ausschwemmung von Ödemen
  • Linderung rheumatischer Beschwerden
  • Anregung des Stoffwechsels und der Durchblutung
  • Stärkung des Bindegewebes

Äußere Anwendung

Ackerschachtelhalm findet äußerlich in verschiedenen Formen Anwendung.

  • Förderung der Wundheilung
  • Linderung von Haut- und Schleimhautentzündungen
  • Anwendung als Umschlag bei Nasenbluten

Anwendung in der Landwirtschaft und im Garten

Ackerschachtelhalm unterstützt Sie im Garten mit seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten.

  • Stärkungsmittel für Pflanzen: Ackerschachtelhalm kräftigt als Jauche oder Kaltwasserauszug die Zellwände der Pflanzen und erhöht so ihre Widerstandsfähigkeit.
  • Natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel: Ackerschachtelhalmtee beugt Mehltau und Rost vor.
Bilder: marucyan / iStockphoto