Welcher Schachtelhalm ist giftig?

Schachtelhalm gibt es in vielen unterschiedlichen Arten. Einige davon sind giftig - vor allem für Weidetiere. Dabei handelt es sich nur um Sumpfschachtelhalm und Sorten, die an Teichen wachsen. Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut hingegen ist nicht giftig und darf sogar gegessen werden.

Schachtelhalm essbar
Ackerschachtelhalm ist nicht nur völlig ungiftig sondern sogar essbar und heilsam

Nur Sumpfschachtelhalm-Arten sind giftig

Sumpfschachtelhalm gehört zu den Giftpflanzen. Er enthält in allen Pflanzenteilen die Alkaloide Equisetin und Palustrin, die vor allem für Weidetiere sehr giftig sind. Aber auch Menschen können sich vergiften, wenn sie Sumpfschachtelhalm als Tee trinken oder im Salat essen.

Beim Sammeln in der Natur ist deshalb Vorsicht geboten. Beide Schachtelhalm-Arten sehen sich sehr ähnlich und sind nur durch kleine Merkmale voneinander zu unterscheiden.

Sammeln Sie Schachtelhalm zum Verzehr am besten nur auf Wiesen und Äckern, auf denen keine feuchten Bodensenken oder gar Teiche liegen.

Ackerschachtelhalm ist essbar

Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut enthält keine giftigen Stoffe, dafür aber viel Kieselsäure, die in der Naturmedizin und der Kosmetik eine große Rolle spielt.

Das Kraut lässt sich im Frühjahr sogar essen. Die braunen und grünen Triebe lassen sich als Salatzugabe oder gedünstet als Gemüse verzehren. Die Japaner legen Schachtelhalm sogar ein und genießen ihn so als Delikatesse. Braune Triebe haben einen leichten Pilzgeschmack, während die grünen Triebe sehr bitter sind und erst gewässert werden sollten.

In der Naturheilkunde wird Ackerschachtelhalm wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe für die Behandlung von Entzündungen und in der Kosmetik für Haare und Zähne eingesetzt. Zu den Inhaltsstoffen gehören:

  • Kieselsäure
  • Gerbstoffe
  • Flavonoide
  • ätherische Öle
  • Kalium

Tipps

Aus Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut lässt sich eine sehr Jauche herstellen, die sich hervorragend als Dünger für viele Gartenpflanzen eignet. Erfahrene Gärtner behandeln ihre Rosen mit Brühe aus Ackerschachtelhalm, um Mehltau-Erkrankungen vorzubeugen.

Text: Sigrid Hestermann
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