Schachtelhalm-Arten für Garten und Teich

Beim Wort Schachtelhalm bekommen die meisten Gärtner das Grausen. Zu sehr wird die Pflanze mit dem Ackerschachtelhalm gleichgesetzt, der zu den besonders ausdauernden Unkräutern im Garten gehört. Es gibt jedoch eine Reihe von Arten, die an Teichen und im Kübel besonders dekorativ wirken.

Schachtelhalm Sorten
Der Teich-Schachtelhalm ist eine dekorativ Uferpflanze

Wie viele Arten Schachtelhalm gibt es?

Da sich die einzelnen Arten häufig gekreuzt haben, gibt es keine zuverlässigen Zahlen über die Anzahl der Arten. Botaniker gehen von circa 20 verschiedenen Arten aus.

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Bekannte Arten von Schachtelhalm

  • Ackerschachtelhalm: bis 50 cm
  • Sumpfschachtelhalm: bis 30 cm
  • Winter-Schachtelhalm: bis 100 cm
  • Riesen-Winter-Schachtelhalm: bis 150 cm
  • Teich-Schachtelhalm: bis 150 cm
  • Zwerg-Schachtelhalm: bis 10 cm
  • Japanischer Schachtelhalm: bis 130 cm

Unterschiede zwischen den einzelnen Schachtelhalm-Arten

Einige Schachtelhalm-Arten wie der Winter-Schachtelhalm bilden einzelne, unverzweigte Sprossen, die wie kleine Speere wirken. Andere Arten verzweigen sich, sodass aus einem Triebe mehrere Sprossen wachsen.

Die meisten Arten, die im Garten kultiviert werden, bevorzugen sumpfige Standorte am Rande eines Teiches oder Gewässers.

Schachtelhalm bildet keine Blütenstände

Allen Schachtelhalm-Arten gemein ist die Tatsache, dass die Pflanze keine Blüten mit Samen bildet, über die sie sich vermehrt.

Stattdessen wachsen Sprossen, die am oberen Ende eine Sporenähre tragen. Die Sporen werden durch den Wind verweht.

Sie wachsen im Frühjahr und sehen zunächst aus wie kleine Pilze. Bei den meisten Arten bilden sich die Sprossenähren anschließend zurück. Erst dann erscheinen die meist grünen Triebe des Schachtelhalms mit ihren charakteristischen Blattwirbeln.

Schachtelhalm möglichst nur mit Wurzelsperre pflanzen

Alle Arten des Schachtelhalms neigen dazu, sich stark auszubreiten, und zwar über die Sporen und die unterirdischen Rhizome.

Ackerschachtelhalm sollten Sie wenn überhaupt nur im Topf pflanzen, da Sie das Kraut sonst nie wieder loswerden.

Bei anderen Arten ist es ratsam, vor dem Pflanzen eine Rhizomsperre anzulegen. Sie verhindert, dass sich die Rhizome über Ausläufer im ganzen Garten verbreiten können. Die Rhizomsperre muss dafür mindestens 60 Zentimeter tief in den Boden eingelassen werden.

Tipps

Ackerschachtelhalm ist im Gegensatz zum Sumpfschachtelhalm essbar. Grüne Pflanzenteile sind allerdings sehr bitter im Geschmack. Sumpfschachtelhalm ist giftig und darf nicht verzehrt werden.

Text: Sigrid Hestermann

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