An diesen Merkmalen erkennen Sie Ackerschachtelhalm

Den ungiftigen Ackerschachtelhalm, auch Zinnkraut genannt, von giftigen Schachtelhalmarten zu unterscheiden ist nicht einfach. Vor allem mit dem Sumpfschachtelhalm besteht eine große Verwechslungsgefahr. Anhand dieser Merkmale bestimmen Sie Ackerschachtelhalm.

Ackerschachtelhalm bestimmen
Der Ackerschachtelhalm sieht aus wie ein kleines Nadelgehölz
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Wie sieht Ackerschachtelhalm aus?

Auf den ersten Blick sieht Ackerschachtelhalm ein wenig wie ein Nadelgehölz aus, wenn auch natürlich wesentlich kleiner.

Zunächst erscheinen im Frühjahr die braunen Sporentriebe, auf denen sich oben eine Sporenähre bildet. Sie trägt die Sporen, über die sich die Pflanze vermehrt.

Die Sporentriebe ziehen sich ab Mai wieder in den Boden. Danach erscheinen die grünen Triebe mit den typischen Blattquirlen, die eine Höhe von 30 bis 50 Zentimeter erreichen können.

Merkmale zum Bestimmen von Ackerschachtelhalm

  • Farbe der Sporentriebe: braun
  • Farbe der Triebe: grün
  • Sprossen: astlos, bräunlich
  • Stängel-Querschnitt: hohl, gerippt
  • Anzahl der Zähne der Blattscheiden: entspricht Anzahl der Rippen

Um Ackerschachtelhalm eindeutig zu bestimmen und eine Verwechslungsgefahr mit Sumpfschachtelhalm auszuschließen, pflücken Sie einen Stiel und halbieren Sie ihn. Dadurch können Sie den Querschnitt gut erkennen.

Ein wichtiges Merkmal ist die Breite des Stängels. Die Stängel von Zinnkraut sind im Unterschied zum Sumpfschachtelhalm breiter als drei Millimeter.

Wo wächst Ackerschachtelhalm?

Wie der Name schon sagt, kommt Ackerschachtelhalm auf Äckern häufig vor. Er wächst überall dort, wo die Erde stark verdichtet ist.

Zinnkraut ist ein Standortanzeiger, der auf Staunässe hinweist. Außer auf Äckern wächst er an Feldrainen, auf feuchten Wiesen und in Gärten mit sehr festem Boden. Auch im Rasen verbreitet er sich gern.

Ackerschachtelhalm im Garten pflanzen

Eine Möglichkeit, die Verwechslung mit giftigen Arten auszuschließen, ist das Pflanzen von Ackerschachtelhalm im Garten – wenn dort nicht ohne schon welcher vorkommt.

Da sich die Pflanze sehr stark ausbreitet und kaum zu bekämpfen ist, sollten Sie sie allerdings im Topf ziehen. Dann kann sich das Zinnkraut nicht über die Rhizome vermehren. Die Sporenähren sollten Sie möglichst gleich abschneiden, damit sich der Ackerschachtelhalm nicht über Sporen verbreiten kann.

Tipps

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie wirklich Ackerschachtelhalm vor sich haben, gehen Sie lieber auf Nummer Sicher. Bei einer Verwechslung mit Sumpfschachtelhalm drohen Vergiftungserscheinungen. Ackerschachtelhalm gibt es als Extrakt oder getrocknetes Kraut im Gartenfachhandel oder in der Apotheke zu kaufen.

Text: Sigrid Hestermann

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