Mit Ackerschachtelhalm erfolgreich Krautfäule bekämpfen

Krautfäule bei Tomaten oder Kartoffeln kann die ganze Ernte in Ihrem Garten zerstören. Durch gezielte Stärkung der Pflanzen mit einem Sud aus Ackerschachtelhalm kann der Erreger vermieden beziehungsweise bekämpft werden.

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Ackerschachtelhalm-Sud wirkt wunderbar gegen Krautfäule

Wie wirkt Ackerschachtelhalm gegen Krautfäule?

Ackerschachtelhalm, häufig auch Zinnkraut genannt, enthält wertvolle Kieselsäure, die die Blätter stärkt. Bevor Sie einen vollständigen Ausfall der Ernte erleiden, nutzen Sie die schützenden Eigenschaften dieses Minerals aus Ackerschachtelhalm. Die Siliziumverbindungen der Kieselsäure werden von den Zellen der Blätter, Stängel und Früchte aufgenommen. Dort stärkt Silizium die Zellwände, sodass Erreger wie Pilze, die Krautfäule verursachen, nicht mehr eindringen können. Für eine effektive Wirkung muss auf die richtige Zubereitung geachtet werden.

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Wie stelle ich einen Ackerschachtelhalm Sud her?

Für den Sud wird zunächst ein Ackerschachtelhalm Tee hergestellt. Hierfür werden zunächst 150 g getrocknete oder 1 kg frische Blätter des Ackerschachtelhalmes mit 10 Liter kochendem Wasser übergossen. Lassen Sie die Schachweltalmbrühe noch eine weitere Stunde leicht köcheln und anschließend in Ruhe abkühlen. Durch die hohen Temperaturen löst sich die Kieselsäure aus den Blättern des Ackerschachtelhalms. Ist der Sud abgekühlt, gießen Sie ihn durch ein Sieb.

Wie verwende ich den Sud aus Ackerschachtelhalm?

Der fertige Sud kann sowohl gespritzt als auch zum Gießwasser zugegeben werden. Die Zugabe zum Gießwasser erfolgt im Mischungsverhältnis 1:5 für Süd zu Wasser. Die Verwendung im Gießwasser erfolgt meist zur vorbeugenden Stärkung. Sowohl vorbeugend als auch bei bereits vorhandenem Befall wird der Ackerschachtelhalm Sud direkt auf Kartoffeln oder Tomaten gespritzt. Dazu mischen Sie ebenfalls einen Teil Sud mit 5 Teilen Wasser. Bei akutem Befall sollten Sie dies mehrfach in Abständen von 3 Tagen wiederholen.

Informieren Sie sich zudem über Braunfäule an Tomaten und braune Flecken an Tomaten.

Tipp

Jauche aus Ackerschachtelhalm

Aus gefiltertem Regenwasser, Ackerschachtelhalm und Urgesteinsmehl können Sie auch eine Jauche herstellen. Durch das Urgesteinsmehl löst sich die Kieselsäure auch bei geringeren Temperaturen. Die erhaltene Jauche ist jedoch leicht basisch. Bei säureliebenden Pflanzen wie Tomaten dürfen Sie die Jauche nicht zu oft anwenden und sollten diesem mit Kaffeesatzdünger ergänzen.

Text: Anja Loose
Artikelbild: Martina Unbehauen/Shutterstock