Schachtelhalm bekämpft Mehltau an Rosen

Rosen gehören wohl zu den schönsten Gartenpflanzen. Leider werden sie häufig von Mehltau und anderen Krankheiten befallen. Behandeln Sie Pilzerkrankungen und Schädlinge mit Brühe aus Schachtelhalm. Das Wildkraut ist ideal für Rosen, um die Blätter der Zierpflanze zu stärken.

Schachtelhalm gegen Schädlinge an Rosen
Ackerschachtelhalmjauche wirkt Wunder gegen Schädlinge und Krankheiten bei Rosen

Brühe aus Schachtelhalm gegen Mehltau einsetzen

Schachtelhalm zählt der Gärtner zwar nicht zu seinen Lieblingspflanzen. Bei der Pflege von Rosen leistet das Kraut aber gute Dienste.

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Es enthält neben Gerbstoffen und ätherischen Ölen sehr viel Kieselsäure, die gegen Pilzerkrankungen wie Mehltau an Rosen wirksam ist.

Die Rosenblätter werden mit einer Brühe aus Schachtelhalm besprüht, wenn ein Befall auftritt. Auch zur Vorbeugung ist Schachtelbrühe für Rosen gut geeignet.

Schachtelhalmbrühe selber ansetzen

Schachtelhalmbrühe können Sie ganz leicht selbst ansetzen. Dazu benötigen Sie:

  • Plastikgefäß
  • frisches oder getrocknetes Schachtelhalmkraut
  • Regenwasser oder Leitungswasser
  • Sieb

Geben Sie 200 Gramm frisches oder 15 Gramm getrocknetes Kraut in das Gefäß und gießen Sie vorzugsweise Regenwasser darüber. Lassen Sie die Mischung 24 Stunden ziehen.

Danach wird der Sud aufgekocht. Es braucht circa eine halbe Stunde, bis sich die Kieselsäure aus den Blättern löst. Anschließend muss die Brühe abkühlen und schließlich 1 : 4 mit frischem Wasser verdünnt werden.

Rosen mit Schachtelhalmbrühe behandeln

Bei akutem Pilzbefall besprühen Sie die Blätter mehrmals täglich mit der Brühe.

Auch zur Vorbeugung ist Ackerschachtelhalm bestens geeignet. Die Kieselsäure kräftigt die Blätter, sodass Pilze und Schädlinge gar nicht erst eindringen können.

Zur Vorbeugung behandeln Sie die Rosen einmal in der Woche mit Schachtelhalmbrühe.

Mit Schachtelhalmjauche Rosen biologisch düngen

Schachtelhalmjauche wird ähnlich angesetzt wie Brühe, nur dass das Kraut für längere Zeit im Wasser gelassen und nicht gekocht wird. Reif ist die Jauche, wenn keine Bläschen mehr erscheinen.

Die Jauche wird im Verhältnis 1 : 5 mit Wasser verdünnt und einmal im Monat rund um die Rosen gegossen. Achten Sie darauf, dass Sie Blätter und Wurzeln nicht direkt mit der Jauche begießen.

Durch die Mineralstoffe wird die Pflanze gekräftigt. Die Blätter wirken gesünder und es entstehen meist auch mehr Blüten.

Tipps

Schachtelhalmbrühe hilft auch gegen zahlreiche Schädlinge. Sprühen Sie die Rosen ein, wenn Blattläuse oder Spinnmilben die Blätter befallen haben.

Text: Sigrid Hestermann

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