Sumpfschachtelhalm lässt sich kaum bekämpfen

Sumpfschachtelhalm gehört zu den giftigsten Pflanzen, die auf sumpfigen Weiden vorkommen. Die Bekämpfung des Sumpfschachtelhalms ist sehr schwierig und meist nur von kurzer Dauer. Am erfolgreichsten ist die mechanische Entfernung (Unterschneidung) des Krauts.

Sumpfschachtelhalm loswerden
Sumpfschachtelhalm ist nicht nur extrem hartnäckig, zu allem Übel ist er auch noch giftig

Sumpfschachtelhalm – eine Gefahr für Weidetiere

Sumpfschachtelhalm enthält Alkaloide, die für Weidetiere wie Pferde, Rinder und Schafe sehr gefährlich werden können. Das Kraut wirksam und dauerhaft zu bekämpfen, ist sehr schwierig und mit viel Aufwand verbunden.

Meist ist der Erfolg nur von kurzer Dauer. Die beste Möglichkeit der Bekämpfung bestünde im Trockenlegen der Wiese. Das ist jedoch fast immer unmöglich, da sich betroffene Weiden oft in der Nähe von Bächen und Kanälen befinden.

Sumpfschachtelhalm vermehrt sich über unterirdische Rhizome, die weite Ausläufer bilden. Staunässe und verdichtete Böden machen ihm nichts aus. Die meisten Landwirte setzen deshalb auf eine mechanische Entfernung der unterirdischen Ausläufer. Diese Art der Bekämpfung wird auch bei Schachtelhalm im Garten empfohlen.

  • Sumpfschachtelhalm vermehrt sich durch Ausläufer
  • Bekämpfung durch Unterschneiden am sinnvollsten
  • Einsatz von Unkrautvernichtern nicht dauerhaft wirksam.

Mechanische Bekämpfung am besten im Frühjahr durchführen

Die beste Zeit zum Bekämpfen von Sumpfschachtelhalm ist das zeitige Frühjahr. Die Bekämpfung erfolgt durch das Unterschneiden der Weidenoberfläche in einer Tiefe von 30 bis 40 Zentimetern.

Diese Form der Bekämpfung ist sehr aufwändig und hilft in der Regel nur für wenige Wochen. Anschließend treibt der Sumpfschachtelhalm wieder aus, wenn nicht anschließend eine extensive Beweidung durch Rinder und Pferde erfolgt.

Die Tiere treten dabei das neu austreibende Kraut herunter, sodass eine Vergiftung durch den Sumpfschachtelhalm nicht zu befürchten ist.

Chemische Mittel wirken allenfalls kurzfristig

Diverse Versuche, Sumpfschachtelhalm mit chemischen Mitteln zu bekämpfen, haben sich in der Vergangenheit als unwirksam erwiesen.

Die unterirdischen Ausläufer liegen zu tief in der Erde, sodass das Gift sie nicht erreicht. Auch eine Anwendung nach einer Unterschneidung zeigt nur mäßigen und schon gar keinen dauerhaften Erfolg. Mittlerweile ist die Art der Bekämpfung wegen der hohen Bodenbelastung auch verboten.

Tipps

Eine mit Sumpfschachtelhalm befallene Weide oder Wiese darf nur dann mit Rindern oder Pferden beweidet werden, wenn das Nahrungsangebot an ungiftigen Pflanzen groß genug ist. Ist genug Futter vorhanden, meiden die Tiere giftige Pflanzen wie den Sumpfschachtelhalm von selbst.

Text: Sigrid Hestermann

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