Ackerschachtelhalm lässt sich gut trocknen

Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut gilt zwar weitläufig als Unkraut, dennoch wird die Pflanze als Naturheilmittel, für Kosmetika und als natürliches Spritzmittel gegen Pilzkrankheiten bei Rosen geschätzt. Das Kraut lässt sich sehr gut trocknen, damit daraus auch im Winter Tees und Badezusätze hergestellt werden können.

Ackerschachtelhalm getrocknet
Getrockneter Ackerschachtelhalm kann vielfältig verwendet werden

Wann wird Ackerschachtelhalm gesammelt?

Ackerschachtelhalm enthält viel Kieselsäure und Mineralien. Durch die Kieselsäurekristalle wirken die Triebe immer leicht trocken. Deshalb eignet sich Zinnkraut sehr gut zum Trocknen.

Gepflückt wird das frische Kraut von Mai bis Ende Juli. Später sollten Sie Ackerschachtelhalm nicht mehr sammeln, da die Stiele verholzen. Aus den verholzten Stängeln lässt sich nur noch wenig Kieselsäure auslösen.

Zinnkraut, das auf steinigen Böden wächst, enthält besonders viel Kieselsäure.

So trocknen Sie Zinnkraut richtig

Sammeln Sie Ackerschachtelhalm an einem sonnigen Tag, vorzugsweise am Vormittag. Das Kraut sollte so trocken wie möglich sein.

Binden Sie mehrere Stängel mit einem Bindfaden nicht zu fest zusammen. Hängen Sie das Bündel kopfüber an einen warmen, trockenen Ort. Direkte Sonnenbestrahlung sollten Sie vermeiden.

Es dauert nur wenige Wochen, bis Zinnkraut ganz trocken ist. Es ist dann sehr spröde und bricht bereits bei leichter Berührung. Legen Sie das Kraut bis zu Verwendung in Papiertüten und bewahren Sie diese an einem trockenen Ort auf.

Achtung: Verwechslung mit Sumpfschachtelhalm vermeiden

Leider sehen sich der ungiftige Ackerschachtelhalm und der giftige Sumpfschachtelhalm sehr ähnlich. Achten Sie genau darauf, dass Sie die Unterschiede zwischen den beiden Pflanzen gut erkennen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, greifen Sie lieber zu käuflichen Präparaten aus der Apotheke oder dem Gartenfachhandel.

Tee und Kosmetika aus getrocknetem Ackerschachtelhalm

Aus getrocknetem Zinnkraut lassen sich viele Präparate für Naturkosmetik und Naturheilkunde herstellen:

  • Tee
  • Badezusatz
  • Shampoo
  • Sitzbäder
  • Haarspülungen

Wegen des hohen Kieselsäuregehaltes wird Ackerschachtelhalm in der Kosmetik vorwiegend für die Pflege von Haaren und Zähnen eingesetzt. Auch bei Problemen mit dem Bindegewebe wird Zinnkraut empfohlen.

Um die Kieselsäure aus dem Kraut zu lösen, muss Ackerschachtelhalm circa eine halbe Stunde gekocht werden. Das gilt auch für Tees.

Tipps

Für die Herstellung von Dünger oder Pflanzenschutzmittel für Rosen und andere Zierpflanzen können Sie frisches oder getrocknetes Zinnkraut verwenden.

Text: Sigrid Hestermann
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