Ist Breitwegerich essbar?

Der wenig dekorative Breitwegerich verschandelt den Rasen und wird entsprechend radikal bekämpft. Dabei ist in Vergessenheit geraten, dass der unverwüstliche Plantago major einen wertvollen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten kann. Wir verraten, wann die beste Erntezeit ist und geben Tipps für die Zubereitung.

Breitwegerich essen
Breitwegerich kann in der Küche vielfältig eingesetzt werden

Beste Erntezeit ist im Frühling

Breitwegerich ist reich an wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen, wie Vitamin A und Calcium. Zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung trägt die Pflanze somit bei – und das zum Nulltarif. Verwendet werden vornehmlich die löffelartig geformten Blätter. Je jünger das Laub, desto zarter der Geschmack. Kurz vor Beginn der Blüte befindet sich der Gehalt an Inhaltsstoffen in seinem Zenit. Wie uns sein Steckbrief verrät, erstreckt sich die Blütezeit von Mai bis September. Ernten Sie daher Breitwegerich-Blätter im Frühling.

Breitwegerich punktet mit mannigfaltigen Verwendungsmöglichkeiten

Seine vielfältigen Varianten schmackhafter und gesunder Zubereitung verbirgt Breitwegerich hinter seinem unscheinbaren Erscheinungsbild. Auf welche Art sich die Pflanze zubereiten lässt, haben wir im folgenden Überblick zusammengefasst:

  • Die frischen Blätter ergeben einen knackigen Salat, nachdem die zähen Blattnerven herausgeschnitten sind
  • Kleingehackte Breitwegerich-Blätter verleihen Quark ein besonders Aroma
  • Gekocht, ergibt älteres Laub ein gehaltvolles Gemüse – ähnlich wie Spinat
  • Die schmalen Blütenstängel können wie Spargel zubereitet und verzehrt werden

Die reifen Samen können Sie mahlen und als Mehl-Ersatz verwenden. Einfach vom Stiel abgestreift, ergänzen die Samen Ihr Frühstücks-Müsli auf gesunde Art. Die langen Pfahlwurzeln ergeben ein intensives Wurzelgemüse.

Wichtige Zutat für die Unkrautsuppe

Zum Brauchtum rund um den Gründonnerstag gehört, dass an diesem Tag eine magere Mahlzeit aus grünen Zutaten zu sich genommen wird. Traditionell zählt die Unkrautsuppe dazu. Neben Brennnesseln, Giersch, Sauerampfer und Bärlauch, steht Breitwegerich seit jeher auf der Zutatenliste.

Tipps

Als Heilpflanze ist Breitwegerich bereits seit dem Altertum ein Begriff. Dank ihrer wertvollen Inhaltsstoffe, wirkt die Pflanze entzündungshemmend, antiseptisch und schmerzlindernd. Innerlich angewendet als Tee, werden Magen-, Darmbeschwerden ebenso gelindert, wie Erkältungskrankheiten oder Kopfschmerzen. Zu Brei zerwalkte, gewaschene Blätter heilen Wunden, Verbrennungen und Insektenstiche.

Text: Paula Jansen
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