Vogelmiere – droht Verwechslungsgefahr beim Sammeln?

Die Vogelmiere ist ein zartes, nicht allzu auffälliges Pflänzchen. Damit steht es in der Pflanzenwelt nicht alleine da. Wenn in seiner Nachbarschaft andere Wildkräuter wachsen, ist beim Sammeln wachsames Auge Pflicht. Der Salat soll schließlich gesund und nicht giftig sein.

Ackergauchheil Verwechseln
Die Blätter des leicht giftigen Ackergauchheils sehen der Vogelmiere zum Verwechseln ähnlich, aber zum Glück blüht es nicht weiß

Bevorzugte Flächen

Vogelmiere kann Ihnen überall begegnen: in der freien Natur, im Gemüsebeet oder gar im Rasen. Während Sie in der Natur meist ungestört gedeihen darf, wird sie auf privatem Grund und Boden bekämpft. Wie schade. Das Kraut übertrifft mit seinen Inhaltsstoffen so manchen Salatkopf. Ein Vogelmieresalat schmeckt mild und lecker. Greifen Sie beim nächsten Mal also zu, doch zuvor sollten Sie es gut kennenlernen. Es besteht Verwechslungsgefahr.

Die typischen Merkmale

  • ca. 40 cm hoher Wuchs
  • Pflanze breitet sich teppichartig aus
  • Stängel ist weich, rund und dünn
  • daran ist eine sog. Haarlinie sichtbar
  • Blätter sind klein, werden max. 3 cm lang
  • sie sind oval und spitz geformt
  • Blüten sind einfach und weiß
  • nur ein paar Millimeter groß
  • Blütezeit: Mai bis Oktober

Andere Mierenarten

Vogelmiere kann leicht mit anderen Mieren verwechselt werden. Zum Beispiel mit der Sternmiere. Diese ist ebenso zart und ebenso weißblühend wie die gefragte Vogelmiere. Wer sie aus Versehen pflückt, muss keine Vergiftung befürchten. Sie ist allerdings nicht wohlschmeckend wie ihre Verwandte.

Ähnliche Wildkräuter

Es kommen noch andere Wildkräuter hinzu, die der Vogelmiere sehr ähneln. Sie wachsen nicht an allen Standorten, an denen die Vogelmiere gedeiht. Doch in der einen oder anderen Region bzw. Plätzen, kann eine direkte Nachbarschaft durchaus vorkommen. Vorneweg wären der Wasserdarm und
der Ackergauchheil zu nennen.

Der Wasserdarm ist eine essbare Wildpflanze. Eine Verwechslung mit ihr stellt für den unkundigen Sammler keine Gefahr dar, auch wenn er sie in größeren Mengen verspeist.

Anders sieht es bei dem Ackergauchheil aus. In seinem Inneren enthält er giftige Saponine. Damit gilt er als schwach giftig. In der Regel wird vom Verzehr dieser Wildpflanze ganz abgeraten. Nur hier und da hört man eine Stimme, die kleine Mengen für unbedenklich hält.

Sicheres Unterscheidungsmerkmal

Die Vogelmiere können Sie während ihrer Blütezeit leicht vom Ackergauchheil unterscheiden. Während die Vogelmiere bekanntlich weiß erblüht, schmückt sich das Ackergauchheil mit orangefarbenen Blüten. Ansonsten kann uns ein weiteres Erkennungsmerkmal helfen, mit dem sich die Vogelmiere auch von den anderen Doppelgängern unterscheiden lässt: die Haarlinie.

Diese sog. Haarlinie wird von vielen keinen Haaren gebildet. Sie zeigen sich dicht an dicht, aber nur auf der einen Seite des Stängels. So aufgereiht bilden sie eine Linie, die sich über die gesamte Länge des Stängels erstreckt.

Tipps

Halten Sie einen Stängel gegen das Licht, dann können Sie die feine Haarlinie viel leichter entdecken.

Text: Daniela Freudenberg

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.