Vogelmiere im Rasen – wenn weiße Blüten das Grün zieren

Die grüne Farbe passt, doch der Rest nicht. Vogelmiere hat in einem schönen Rasen einfach nichts zu suchen. Zunächst fällt das zarte Kraut nicht weiter auf. Doch schon bald sind die kleinen weißen Blüten nicht zu übersehen. Fleißig tragen sie zu einer immer schnelleren Ausbreitung bei. So laden Sie die Vogelmiere wieder aus.

Vogelmiere vertreiben
Die Vogelmiere macht sich breit, wo Platz ist, auch im Rasen

Lücken als willkommene Einladung

Der perfekte Rasen ist selten anzutreffen. Die meisten Exemplare haben die eine oder andere Schwäche. So sind die meisten von ihnen mit kleinen Lücken übersät. Darin findet sich immer noch genügend Raum für ein kleines Samenkorn. Sobald die Bedingungen stimmen, erwächst daraus eine junge Vogelmiere und erobert die Lücke für sich.

Überreiche Samenproduktion

Die Vogelmiere vermehrt sich aus Samen. Diese Art der Vermehrung beherrscht dieses Wildkraut perfekt. Jede einzelne Pflanze sorgt pro Jahr für drei neue Generationen. Etwa 15.000 Samen, alle unter Idealbedingungen um die 60 Jahre keimfähig bleiben, trägt jede Vogelmiere während der langen Blütezeit bei. Das macht deutlich, wie schwer sie bekämpft werden kann, wenn sie einmal Fuß gefasst hat.

Gras erschwert die Bekämpfung

Eine Vogelmiere im Rasen ist dicht von unzähligen Grashalmen umringt. Hinzu kommt, dass der Boden durch jahrelange Beanspruchung meist sehr verdichtet ist. So kann die Vogelmiere weder einfach gejätet, noch durch eine Mulchschicht an der Ausbreitung gehindert werden. Auch der Einsatz von Chemie ist aus ökologischen Gründen nicht vertretbar.

Rasen kurz mähen

Das Rasenmähen ist eine mögliche Methode, die Vogelmiere im Rasen zu bekämpfen. Da das Kraut sowohl schnell als auch niedrig wachsend ist, muss beim Rasenmähen auf Folgendes geachtet werden:

  • regelmäßig in kurzen Abständen mähen
  • sehr kurz mähen
  • früh im Jahr beginnen und möglichst spät aufhören

Das Mähen verhindert die Samenbildung und wird auch sonst von der Vogelmiere als störend empfunden. Die einzige Schwachstelle dieser Methode besteht darin, dass die Vogelmiere auch an frostfreien Wintertagen fleißig wächst. Zu der Zeit wird kein Rasen gemäht.

Rasen vertikulieren

Das Wildkraut Vogelmiere breitet sich mit flachen Wurzeln aus. Beim regelmäßigen Vertikulieren der Rasenfläche wird deswegen auch ein Großteil dieser Pflanzen vom Vertikulierer erfasst und rausgerissen.

Rasenfläche kalken

Das Kalken verändert den pH-Wert des Bodens. Er wird basischer. Den Graspflanzen macht dieser Umstand nichts aus. Die Vogelmiere aber mag einen derartig veränderten Boden nicht mehr und beginnt ihren Rückzug.

Tipps

Wenn Sie neugierig sind, dann kosten Sie die essbare Vogelmiere. Es hat einen milden Geschmack und kann wunderbar als Salat zubereitet werden.

Text: Daniela Freudenberg

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