Vogelmiere – machtvolle Samen in Hülle und Fülle

Die Vogelmiere vermehrt sich durch Samen und das sehr erfolgreich. In kürzester Zeit kann aus einer einzigen Pflanze ein Pflanzenteppich entstehen. Wenn wir das Wildkraut in unserem Garten haben wollen, ist das ein Segen. Ansonsten wartet mühevolles Jäten auf den Gärtner.

Vogelmiere vermehren
Die Vogelmiere bildet das ganze Jahr über Blüten und Samen

Samenproduktion rund um die Uhr

Aus Blüten entwickeln sich Samen. Und Blüten sind bei der Vogelmiere fast immer anzutreffen. Die Samenproduktion läuft somit ohne Pause.

So schafft es jede Pflanze leicht, innerhalb eines Jahres mehrere Generationen hervorzubringen.

Beachtliche Samenmenge

Verlässliche Quellen beziffern die Samenmenge, die eine einzige Vogelmiere pro Jahr bildet, auf bis zu 15.000! Wenn nur ein Teil davon keimt, muss sich dieses Wildkraut keine Sorgen um sein Überleben machen.

Aus Blüten werden Samenkapseln

Das Leben einer jeden weißen, etwa 6 mm großen Blüte mündet in eine Kapselfrucht. Darin befinden sich bis zur Vollreife die winzigen Samen. Vogelmiere ist ein sogenannter Selbstausstreuer. Sie ist für die erfolgreiche Ausbreitung der Samen nicht auf die Mithilfe von Tieren angewiesen. Ihr genügt die natürliche Verbreitung durch Wind und Regen.

Beeindruckende Keimfähigkeit

Samen der Vogelmiere sind in der Erde unter optimalen Bedingungen bis zu 60 Jahre keimfähig. Das erklärt vielleicht auch, warum im Garten manchmal wie aus heiterem Himmel “Unkräuter” wachsen, von denen Jahre zuvor weit und breit jede Spur fehlte. Wenn Sie im Garten Vogelmiere entdecken und Sie unbedingt bekämpfen wollen, sollten Sie an diese Tatsache denken. Lassen Sie die Pflänzchen daher gar nicht erst erblühen.

Die Samen der Vogelmiere keimen bereits bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.

Samen selbst ernten

Wenn Sie in der Natur Vogelmiere entdecken, können Sie zu gegebener Zeit den reifen Samen leicht abernten. Daheim können Sie es portionsweise aussäen und sich auf einen köstlichen Vogelmieresalat freuen. Das kultivieren der Vogelmiere ist sogar auf der Fensterbank möglich.

Tipps

Stellen Sie vor der Samenernte zweifelsfrei sicher, dass es sich um die Pflanze tatsächlich um die essbare Vogelmiere handelt und nicht um den leicht giftigen Ackergauchheil.

Samen aus dem Handel

Vogelmiere wird immer beliebter, so ist der Handel mit von der Partie und bietet Samen zum Verkauf an. Zum Teil richtet sich das Angebot an Vogelbesitzer. Vogelmiere hat nicht umsonst diesen Namen erhalten. Sie ist ein beliebtes Futter von Hühnern und anderem Federvieh.

Der Samen wird aber nicht direkt verfüttert, sondern erst das Grün, das daraus erwächst. Bei Zimmertemperatur keimen die Samen bereits nach 1-2 Wochen. Diese selbst gezogenen Pflänzchen sind nicht den Wellensittichen vorbehalten. Auch Menschen dürfen sie essen.

2000 Vogelmieresamen kosten etwa zwei Euro.

Text: Daniela Freudenberg

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