Spitzwegerich als Futterzusatz für Kaninchen

In der Natur suchen sich Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen ihr Futter aus dem Angebot der Natur selbst aus. Viele Halter von Nagern wie Kaninchen sind sich aber oftmals nicht sicher, ob und in welcher Menge Kräuter wie der Spitzwegerich verfüttert werden dürfen.

Spitzwegerich Kaninchen

Den Spitzwegerich in der Natur identifizieren

Der für Kaninchen ungiftige Spitzwegerich wird mittlerweile im Handel für Nagerfutter oft bereits in getrockneter Form ganzjährig zum Verkauf angeboten. Noch besser mundet die etwas bitter schmeckende Pflanze den Kaninchen aber, wenn Sie die saftigen Blätter frisch geerntet an Ihre Schützlinge verfüttern. In naturbelassenen Blumenwiesen und an Wegesrändern lässt sich der unter dem botanischen Namen Plantago lanceolata bekannte Spitzwegerich in der Regel am besten während der Blütezeit von Mai bis September entdecken. Dann streckt er seine braunen, walzenförmigen Blüten mit ihrem Kranz aus weißgelben Staubblüten je nach Standort auf eine Höhe von bis zu 30 Zentimetern empor. Die mehrjährige Pflanze ist aber auch an der Grundrosette mit den lanzettförmigen, direkt in Bodennähe wachsenden Blättern mit Längsaderung zu erkennen. Diese sind deutlich länger und schmaler ausgebildet als beim mit dem Spitzwegerich verwandten Breitwegerich.

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Positive Effekte des Spitzwegerichs auf die Gesundheit von Tieren

Die Inhaltsstoffe des Spitzwegerichs wirken nicht nur bei Menschen positiv auf die gesamten Atemwegsorgane. Auch Atemkrankheiten und Hustenreizungen bei Kaninchen und Meerschweinchen können durch die schleimlösende Wirkung des Spitzwegerichs gelindert werden. Ohne Nebenwirkungen kann frischer oder getrockneter Spitzwegerich aber auch prophylaktisch und ohne eine Diagnose akuter Gesundheitsbeschwerden gefüttert werden. Allerdings sollte die Fütterung von Spitzwegerich in einem ausgewogenen Verhältnis zu anderen Futterbestandteilen stehen.

Für den Winter vorsorgen

Besonders im Winter sind Kleintiere wie Meerschweinchen und Kaninchen analog zu uns Menschen auf eine breit gestreute Nährstoffversorgung zur Aufrechterhaltung der Gesundheit angewiesen. Sie können daher für eine breitere Auswahl beim Winterfutter vorsorgen, wenn Sie während der Sommermonate Blätter vom Spitzwegerich ernten und in der Sonne bei mehrmaligem Durchschütteln und Wenden gut trocknen lassen.

Tipps & Tricks

Lassen Sie beim Ernten von Spitzwegerichblättern immer einen Teil der Blattrosette stehen, damit sich die jeweilige Pflanze einfacher regenerieren kann.

WK

Text: Alexander Hallsteiner

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