Der Pfirsichbaum – ein Steckbrief

Der Pfirsich gehört zu den Obstgehölzen, die bereits seit vielen Jahrtausenden kultiviert werden. Das ist auch kaum verwunderlich, denn die saftigen Früchte sind sehr süß und außerdem auch gesund. Kaum jemand weiß, dass der Pfirsich auch im deutschen Klima wächst und Früchte trägt. In diesem kurzen Steckbrief stellen wir Ihnen den Pfirsichbaum einmal vor.

Pfirsichbaum Steckbrief

Der Pfirsich gehört zu den Rosengewächsen

Die lateinische Bezeichnung für den Pfirsich lautet „Prunus persica“ und bedeutet „persischer Apfel“. Diese Bezeichnung geht auf die Herkunft des Pfirsichs zurück, denn die Frucht ist aus dem heutigen Iran nach Mitteleuropa gelangt. Eigentlich jedoch stammt der Pfirsich aus China. Der Pfirsich gehört, wie andere Steinobstarten auch, zu den Rosengewächsen und ist vor allem mit der Aprikose und der Mandel, aber auch mit einheimischen Sorten wie Zwetschge und Kirsche verwandt.

Blüten und Früchte

In Deutschland wachsen Pfirsiche vor allem in Form von Buschbäumen, die bis zu drei oder vier Meter hoch werden können. Je nach Sorte erreicht der Baum jedoch Höhen zwischen einem (Zwergpfirsich) und acht Metern. Die weißen bis rosafarbenen Blüten blühen sehr früh im Jahr und brechen manchmal bereits im März auf. Die meisten Sorten blühen jedoch erst im April. Die apfelähnlichen Früchte können weiß bis kräftig rot sein und beherbergen einen verholzten Samenkern im Inneren des Fruchtfleisches. Der eigentliche Samen befindet sich innerhalb der holzigen Hülle und sieht einer Mandel ähnlich. Im Gegensatz zu dieser ist er jedoch giftig und sollte daher nicht gegessen werden. Die Früchte reifen in den Monaten zwischen Juli und September.

Große Sortenvielfalt

Weltweit existieren etwa 3000 verschiedene Pfirsicharten, die vornehmlich anhand der Farbe ihres Fruchtfleisches voneinander unterschieden werden. Es gibt weiße, gelbe, rote und rotgefaserte Pfirsiche. Besondere Varietäten sind die Teller- oder Plattpfirsiche sowie die Nektarinen. Bei letzteren handelt es sich um spezielle, haarlose Züchtungen. Für den Anbau in deutschen Gärten sind jedoch nicht alle Sorten gleichermaßen geeignet. Hier angebaute Pfirsiche sollten robust sein und bis zu einem gewissen Grad frostverträglich.

Anbau von Pfirsichen in Deutschland

Vor allem in den deutschen Weinbaugebieten werden Pfirsiche angebaut. Grundsätzlich vertragen Pfirsichbäume auch sehr kalte Temperaturen, das Problem besteht vor allem in den häufig auftretenden Spätfrösten. Diese lassen die Blüten erfrieren und sorgen so für einen Ausfall der Ernte. Jedoch lassen sich die Blüten mit Hilfe eines Vlieses schützen.

Tipps & Tricks

Pfirsiche sind recht anfällig für Pilzerkrankungen. Die sorgfältige Auswahl des richtigen Standortes sowie vorbeugende Spritzmaßnahmen können einen Befall vermeiden helfen.

Text: Ines Jachomowski

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