Die Saison von Nektarinen im Garten

Nektarinen sind eine Mutation des Pfirsichs. Ihr Aroma löst die Sehnsucht nach Sommer und Sonne aus. Frühreife Sorten ermöglichen eine Ernte zum Sommeranfang, während späte Züchtungen bis zum Herbstbeginn Früchte liefern.

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Nektarinen gedeihen auch in Deutschland

Erntezeit

In Deutschland gibt es einige Obstbauern, die sich dem Anbau von Nektarinen widmen. Das hat den Vorteil, dass die Früchte erntefrisch mit vollem Aroma an den Kunden gelangen. Die Erntesaison dieser in der Heimat angebauten Bäumchen erstreckt sich von Mitte Juli bis Anfang September. Aus europäischen Ländern importierte Ware ist ab Mai im Supermarkt erhältlich. Sie stammt aus Regionen am Mittelmeer wie Spanien.

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Im Garten kultivieren

Importfrüchte müssen unreif geerntet werden, damit sie den Transport unbeschadet überstehen. Da sie nicht mehr vollständig nachreifen, schmecken sie weniger aromatisch als genussreif geerntete Nektarinen. Aus einem Kern lässt sich unter den richtigen Bedingungen ein Nektarinenbaum ziehen, sodass Sie selbst aromatisches Obst in Ihrem Garten pflücken können.

Vorbereitungen und Anzucht

Trocknen Sie den Kern für einen Monat bei Zimmertemperatur und stecken Sie diesen anschließend in ein Pflanzgefäß mit lockerer Blumenerde. Das Loch sollte 15 Zentimeter tief sein. Stellen Sie den Topf in ein Minigewächshaus,(20,00€ bei Amazon*) in dem Sie Temperaturen von 24 Grad gewährleisten können. Befeuchten Sie das Substrat gelegentlich. Wenn Sie die Erde mit Mulch (14,00€ bei Amazon*) bedecken, müssen Sie weniger oft zur Blumenspritze greifen. Bis sich die ersten Keimblätter zeigen, vergehen bis zu 30 Tage.

So pflegen Sie das Gehölz:

  • Bäumchen heller aufstellen und an sonnige Bedingungen gewöhnen
  • Substrat etwas feuchter halten und Staunässe vermeiden
  • ab Mai ins Freie stellen und bei Bedarf umtopfen

Auspflanzen

Nektarinenbäume sind bedingt winterhart. Die Jungpflanze verbringt die kalte Jahreszeit während der ersten Jahre in einem frostfreien Winterquartier. In milden Regionen dürfen die Bäumchen in den Garten gepflanzt werden. Eine Kultivierung im Kübel, der den Sommer im Freiland verbringt, ist problemlos möglich. Die Obstgehölze fühlen sich an einem windgeschützten und sonnigen Standort wohl, an dem der Boden humose, lockere und eher saure Bedingungen gewährleistet. Ideal ist ein Gemisch aus Sand und Humus.

Fruchtreife fördern

Die Pfirsichvarietät reagiert äußerst sensibel auf Staunässe. Wenn Sie hohe Erträge erzielen möchten, müssen Sie auf einen gut durchlässigen und sehr fruchtbaren Boden achten und die Bewässerung mit Sorgfalt durchführen. Regelmäßige Wassergaben wirken sich auch in feuchten Regionen positiv auf Fruchtgröße und -anzahl aus, wenn es zu lang anhaltenden Trockenperioden kommt. Besonders wichtig ist das Gießen auf flachgründigen Böden. Eine Mulchschicht sorgt für eine gleichmäßige Bodenfeuchte.

Tipp

Wenn der Baum Knospen angesetzt hat, oder sich mitten in der Blüte befindet, darf er keinen Minusgraden ausgesetzt sein. Schon wenige Grad unter dem Gefrierpunkt schädigen die Blütenanlagen. An einer südlich ausgerichteten Hauswand sind die Bäumchen gut geschützt.

Text: Christine Riel
Artikelbild: IonelV/Shutterstock

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