Lavendel als Bodendecker – Duftende Abwechslung vom gärtnerischen Einerlei

Fast jeder kennt die üppig violett blühenden, endlos erscheinenden Lavendelfelder aus der Provence. Auch in Deutschland lässt sich Lavendel prima als Hecke oder sogar als Bodendecker pflanzen.

Lavendel als Bodendecker

Lavendel bodenbedeckend pflanzen

Zwar ist Lavendel kein klassischer Bodendecker – schließlich wächst die Pflanze von Natur aus in die Höhe und kriecht nicht am Boden entlang – kann aber trotzdem bodenbedeckend gepflanzt werden. In der Folge werden Sie eine mehr oder weniger niedrige Hecke züchten können, die sich wunderbar als Einfassung für Beete oder als Wegbegrenzung eignet. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen Sie pro Quadratmeter etwa zwischen 12 bis 16 Pflanzen, die Sie in einem möglichst gleichmäßigen Abstand zueinander pflanzen. Die beste Pflanzzeit ist dabei das späte Frühjahr oder der Frühsommer. Winterharte Lavendelsorten lassen sich auch noch im August einsetzen. Bevor Sie sich jedoch an die Arbeit machen, sollten Sie zunächst einmal die Bodenbedingungen in Ihrem Garten überprüfen. Lavendel braucht sandigen bis steinigen, nährstoffarmen Boden. Schwere Lehm- oder Torfböden sind dagegen wenig geeignet. Außerdem ist der Lavendel ein Sonnenliebhaber und bevorzugt einen vollsonnigen Standort.

Geeignete Lavendelsorten

Als Bodendecker eignen sich vor allem die niedrig wachsenden Lavendelsorten der winterharten Art „Lavandula angustifolia“, des so genannten Echten Lavendels. Sorten wie „Hidecote Blue“, „Peter Pan“ oder „Dwarf Blue“ werden lediglich zwischen 25 bis etwa 40 Zentimeter hoch. Es gibt sie nicht nur im typischen Lavendelblau, sondern auch in weiß oder rosa blühend.

Lavendelhecken pflegen

Lavendel ist ein mehrjähriger Strauch, der zum Verholzen neigt. Damit Sie noch viele Jahre Freude an Ihrer Hecke haben, sollten Sie diese entsprechend pflegen. Lavendelsträucher sollten mindestens einmal, besser noch zweimal im Jahr geschnitten werden. Anderenfalls verkahlen sie und fallen buchstäblich auseinander. Schneiden Sie Ihre Pflanzen im Frühjahr – bei gutem, warmen Wetter möglichst schon im März – um etwa zwei Drittel herunter, jedoch ohne dabei ins alte Holz zu schneiden. Ein zweiter Schnitt erfolgt dann im Sommer, spätestens Anfang August, wenn die Sträucher allmählich verblühen. Dieser zweite, nicht ganz so drastische, Rückschnitt regt die Pflanzen zu einer zweiten Blüte an.

Tipps & Tricks

So mancher möchte gern bodenbedeckenden Lavendel zwischen seine Rosen setzen, um Blattläuse und Ameisen von ihnen fernzuhalten sowie das wuchernde Unkraut in den Griff zu bekommen. Leider vertragen sich Rosen und Lavendel aufgrund der sehr verschiedenen Ansprüche an Pflege und Bodenbeschaffenheit nicht. Auch das Unkraut kann zum Problem werden, denn der Lavendel hält dieses nicht fern. Stattdessen müssen Sie regelmäßig jäten.

IJA

Text: Ines Jachomowski
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