Küchengarten in Handreichweite – das Fensterbank-Kräuterbeet

Kräuter-Liebhaber, die weder einen Garten, noch einen Balkon zum Anbauen besitzen, müssen nicht verzagen. Denn die aromatischen Küchenverfeinerer lassen sich auch gut auf der Fensterbank ziehen. Wie, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.

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Kräuter auf der Küchenfensterbank sind immer in Reichweite beim Kochen

Kräuter am Fenster – aber am richtigen!

Natürlich ist es für Kräuter, die Sie zur Verfeinerung von Speisen nutzen wollen, am praktischsten, sie auf der Fensterbank in der Küche zu kultivieren. Wenn Sie aber für längere Zeit als nur 3-4 Wochen etwas von ihnen haben möchten, sollten Sie das Fensterbrett nach seiner Ausrichtung auswählen.

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Denn wenn Ihr Küchenfenster nach Norden oder Osten zeigt, lassen sich dort nur ein paar halb- bis schattenkompatible Sorten wie Schnittlauch, Liebstöckel, Petersilie oder Basilikum ziehen. Die meisten anderen Arten, insbesondere natürlich die mediterranen Kräuter, brauchen einen nach Süden oder zumindest nach Westen ausgerichteten Standort.

Also:

  • Ausrichtung des Fensterbretts entscheidend für Kultivierungserfolg verschiedener Kräuterarten
  • für mediterrane Kräuter: Süd-/Westfenster
  • für weichblättrige, heimische Sorten auch Nord-/Ostfenster denkbar

Pflanzen können Sie Ihre Fensterbrett-Kräuter am besten in einzelnen Töpfen, aber auch in einer rechteckigen Pflanzschale bzw. einem Balkonkasten.

Innen- oder Außenfensterbrett?

Ob Sie Ihre Kräuter auf der Innen- oder der Außenseite der Fensterscheibe platzieren, ist wesentlich für den Aromaerhalt. Im geheizten Raum mit vergleichsweise wenig Luftaustausch verlieren die Kräuter deutlich schneller ihre Würzintensität und wertvollen Inhaltsstoffe. Lassen Sie sie also so lange wie möglich draußen stehen.

Überwinterung

Überwintern lassen sich natürlich sowieso nur mehrjährige Kräutersorten wie Petersilie, Majoran, Rosmarin, Zitronenmelisse, Salbei oder Estragon. Während der Wintermonate sollten sie allerdings nicht zu warm stehen – da kann die Wahl zwischen dem zu kalten Außenstandort und dem zu warmen Innenstandort schon knifflig werden. Ideal ist für die meisten Sorten nämlich eine Überwinterungstemperatur von 5°C. Wenn es draußen strenge Minusgrade gibt, können Sie die Pflanzen aber auch gut mit Tannenzweigen oder Juteleinen abdecken.

Engmaschige Pflege

Der kleine Kulturraum des Fensterbretts und die zwingendermaßen kleinen Pflanzgefäße erfordern eine etwas engermaschige Aufmerksamkeit. Denn in kleinen Töpfen und bei den tendenziell einseitigen Licht-, Luft- und Temperaturverhältnissen sind die Kräuter empfindlicher gegen Staunässe und Schädlinge. So können sie leichter faulen oder Läuse bekommen. Das gilt vor allem für die nicht mediterranen Kräuter – diese sind wegen ihrer ätherischen Öle ziemlich resistent gegen Schädlinge. Gießen Sie also möglichst regelmäßig ohne Übermaß und behandeln etwaigen Schädlingsbefall unverzüglich.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: abd/Shutterstock

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