Hanfpalme

Hanfpalme Krankheiten: So erkennen und behandeln Sie sie

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Die Hanfpalme ist eine robuste Pflanze, dennoch können Krankheiten und Schädlinge auftreten. Dieser Artikel beleuchtet die häufigsten Probleme, ihre Symptome und gibt Tipps zur Vorbeugung und Behandlung.

Hanfpalme Schädlinge
Läuse knabbern gern an Hanfpalmen

Nährstoffmangel bei der Hanfpalme

Für ein gesundes Wachstum benötigt die Hanfpalme eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen. Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen kann zu verschiedenen Symptomen führen, die sich in der Verfärbung und dem Zustand der Blätter zeigen.

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Kaliummangel

Ein Kaliummangel zeigt sich durch gelbliche oder orange Flecken entlang der Blattränder und -spitzen. Später können diese Bereiche absterben und Trockenheitssymptome auftreten. Ursachen können kalkhaltiges Gießwasser oder nicht ausreichender Frostschutz sein.

Magnesiummangel

Magnesiummangel äußert sich durch Chlorose der älteren Blätter. Die Gelbverfärbung beginnt entlang der Blattadern, während diese selbst grün bleiben. Hier führen kalkhaltiges Gießwasser oder unzureichender Frostschutz oft zu den Symptomen.

Stickstoffmangel

Ein Stickstoffmangel führt zu einer allgemeinen Gelbfärbung der jüngeren Blätter und Wachstumshemmung. Ursachen sind oft Pflegefehler oder eine unzureichende Nährstoffaufnahme durch kühle oder gefrorene Böden.

Eisenmangel

Eisenmangel kann durch gelbe Verfärbung der jüngeren Blätter diagnostiziert werden, wobei die Blattadern grün bleiben. Ein zu hoher pH-Wert im Boden oder unzureichender Frostschutz sind hier häufig die Ursache.

Pilzerkrankungen bei der Hanfpalme

Neben Nährstoffmangel können auch Pilzerkrankungen die Gesundheit der Hanfpalme beeinträchtigen.

Phomopsis-Pilz (Schwarzfleckenkrankheit)

Ein Befall mit dem Phomopsis-Pilz führt zur Bildung kleiner Wedel und zum Absterben der Wurzeln. Ursache ist meist unzureichender Nässeschutz.

Phönix-Brandpilz

Der Phönix-Brandpilz verursacht Knötchen auf den Blättern der Hanfpalme. Auch hier ist unzureichender Nässeschutz die Hauptursache.

Rostpilz

Rostpilz zeigt sich durch orange oder rötliche Flecken auf den Blättern. Unzureichender Nässeschutz ist häufig der Grund für diese Infektion.

Rußtau

Rußtau ist ein Pilz, der sich auf den Ausscheidungen von Läusen entwickelt und einen schwarzen, leicht klebrigen Belag auf den Blättern bildet.

Schädlinge an der Hanfpalme

Verschiedene Schädlinge können die Hanfpalme befallen und Schäden verursachen.

Spinnmilben / Rote Spinne

Spinnmilben, insbesondere die Rote Spinne, verursachen gelbliche oder weißliche Verfärbungen und feine Gespinste auf der Blattunterseite. Ein starker Befall kann zum Absterben der Pflanze führen.

Wollläuse

Wollläuse hinterlassen weiße, wollige Beläge auf den Blättern und verursachen gelbliche Verfärbungen sowie klebrige Flecken namens Honigtau.

Blattläuse und Thripse

Blattläuse und Thripse verursachen helle Flecken auf den Blättern. Die kleinen, langgestreckten Insekten besiedeln oft die Blattunterseite und führen zu verkrüppelten Blättern und Blüten.

Schildläuse

Schildläuse bilden wachsartige Schilde auf den Blättern und saugen den Pflanzensaft. Dies führt zu Chlorose, verkrüppelten Blättern und klebrigem Honigtau.

Frostschäden an der Hanfpalme

Hanfpalmen sind zwar winterhart, jedoch können extrem kalte Temperaturen oder unzureichender Frostschutz Schäden verursachen.

Blattschäden

Bei Temperaturen ab etwa -12°C können die Blattzellen gefrieren und platzen, was zu braunen, vertrockneten Blättern mit dunkelbraunen Flecken führt.

Winterrand

Der „Winterrand“ zeigt sich durch gelbliche Querstreifen auf den Blättern und tritt vor allem bei Bodenfrost und Sonne im Frühjahr auf. Ursache ist oft eine kurzzeitige Unterversorgung der Wedel.

Schäden am Meristem

Dauerfrost kann das Meristem, den Vegetationspunkt der Palme, schädigen. Dies führt dazu, dass die Wedel in der Vegetationsöffnung stecken bleiben und junge Blätter missgebildet sind.

Herz- und Speerfäule

Eine Unterversorgung des Meristems durch Dauerfrost kann zu Herz- und Speerfäule führen. Das Meristem bildet nur unzureichend ausgebildetes Gewebe, das fault und schimmelt.

Schäden durch Tiere

Eine durch Frostschäden geschwächte Palme ist anfälliger für Fraßschäden durch Tiere, insbesondere an den Wedeln und neuen Speeren.

Sonstige Probleme bei der Hanfpalme

Neben den genannten Krankheiten und Schädlingen können noch andere Probleme auftreten.

Versorgungsmangel

Wenn die Wurzeln stark eingekürzt wurden, kann es zu einem Versorgungsmangel kommen. Die wenigen intakten Wurzeln können die Wedel nicht mehr ausreichend versorgen, was zum Vergilben und Vertrocknen der äußeren Wedel führt.

Vergeilung

„Monsterwuchs“ mit langen Wedeln, labbrigen Blättern und dünnem Stamm deutet auf eine vergeilte Pflanze hin. Ursache ist meist Lichtmangel bei zu viel Wärme, Wasser oder Dünger.

Eingerollte / braune Blattspitzen

Diese Symptome treten häufig bei frisch ausgepflanzten Palmen auf und sind bis zu einem gewissen Grad normal, da die Pflanze das Wurzelwachstum priorisiert.

Chlorose an allen Wedeln

Chlorose an frisch ausgepflanzten Palmen kann vorkommen und ist oft normal, da die Palme ihr Wurzelwachstum fokussiert.

Luftwurzeln und Tomentum

Freiliegende Luftwurzeln im unteren Stammbereich und ein weißer, haarig-filziger Belag (Tomentum) an den Petiolen sind normale Erscheinungen und kein Grund zur Sorge.