Viele Glockenblumen sind mehrjährig

Glockenblumen (Campanula) werden üblicherweise zu den Stauden gezählt, d. h. es handelt sich um mehrjährige, krautige Pflanzen, die dank ihrer unterirdischen Rhizome überwintern. Allerdings gilt dies nicht für alle Glockenblumenarten, denn manche sind auch nur ein- oder zweijährig.

Campanula mehrjährig
Die meisten Glockenblumen-Arten sind mehrjährig

Glockenblumen kommen immer wieder

Als Stauden bilden die meisten Glockenblumenarten Rhizome aus, aus denen die Pflanzen alljährlich neu austreiben. Das hat den Vorteil, dass die betreffende Glockenblume selbst dann wiederkommt, wenn ihre oberirdischen Teile über den Winter erfroren sind. In diesem Fall schneiden Sie die erfrorenen und toten Triebe einfach kräftig herunter, dann haben die frischen ausreichend Platz zum Austreiben. Allerdings gibt es unter den zahlreichen unterschiedlichen Glockenblumenarten auch welche, die lediglich ein- oder zweijährig sind. Zumindest für die zweijährigen Sorten lässt sich allerdings behaupten, dass diese sich zumeist wie kurzlebige Stauden verhalten, wenn man sie noch vor der Samenreife zurückschneidet. Zu dieser Gruppe gehört auch die beliebte Marien-Glockenblume.

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Mehrjährige Glockenblumen überwintern

Auch viele Einjährige sind in ihrer Heimat Stauden, erfrieren bei unseren klimatischen Bedingungen aber regelmäßig und müssen daher jedes Jahr neu ausgesät werden. Solche Exemplare können Sie jedoch problemlos unter Kalthausbedingungen überwintern: Glockenblumen brauchen eine frostfreie, maximal bis 10 °C kühle und dunkle Umgebung. Andere, recht winterharte Arten, bleiben dagegen im Garten und werden lediglich mit einem Winterschutz versehen. Dabei gilt es, vor allem den Wurzelbereich zu schützen, da die Pflanze daraus wieder austreibt. Sollten die oberirdischen Teile wegfrieren, ist das jedoch nicht weiter dramatisch.

Tipps & Tricks

Denken Sie daran, dass ein- und zweijährige Glockenblumen regelmäßig wieder ausgesät werden müssen. Sie können dies auch der Pflanze selbst überlassen, indem Sie etwa die verwelkten Blütenstände nicht abschneiden. Dadurch haben die Samen eine Chance, sich selbst auszusäen. Wahlweise können Sie die reifen Samen natürlich auch sammeln, entsprechend präparieren und später aussäen.

Text: Ines Jachomowski

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