Glockenblume als Staude bietet viele Vorteile

Botanisch gesehen gehören die meisten Glockenblumenarten zu den Stauden, wobei einige wenige Campanula jedoch auch nur ein- oder zweijährig sind. Stauden bieten dem Gärtner eine ganze Reihe an Vorteilen, brauchen jedoch auch eine pflegende Hand.

Campanula Stauden
Glockenblumen sind Stauden, die sowohl im Freiland als auch im Topf mehrjährig gedeihen

Was sind eigentlich Stauden?

Gärtnerisch gesehen gilt der Begriff “Stauden” für solche krautartigen Pflanzen, die mehrere Jahre ausdauern und deren oberirdische Teile meist im Herbst absterben, während der Wurzelstock, geschützt durch das Erdreich, überwintert. Allerdings ist das Absterben der oberen Teile nicht zwingend, denn manche Stauden – darunter auch die Glockenblumen – überwintern, ohne dass die Blätter absterben.

Stauden brauchen viel Pflege

So mancher Gartenfreund ist der Ansicht, Stauden müsse man nur pflanzen und könne sie dann sich selbst überlassen. Das ist, wie das Beispiel der Glockenblume zeigt, schlicht falsch. Auch Stauden brauchen Pflege, im Vergleich zu manchen Gehölzen sogar sehr viel Pflege. Dazu gehört etwa, dass abgeblühte Triebe abgeschnitten werden müssen, da die Pflanze sonst zur Samenbildung zu viel Kraft aufwenden muss und weniger blüht, aber auch die regelmäßige Lockerung des Bodens, das Unkrautjäten – es sei denn, Sie verwenden die Glockenblume als Bodendecker – sowie das Düngen. Außerdem sollten Sie mehrjährige Glockenblumen nach etwa drei bis fünf Jahren aus dem Boden nehmen, durch Teilen verjüngen und neu aufpflanzen.

Pflege der Glockenblumen-Stauden abhängig von der Art

Allerdings müssen Sie in puncto Staudenpflege die konkrete Art Ihrer Glockenblumen im Blick behalten: Manche Glockenblume, beispielsweise die beliebte Marien-Glockenblume, ist eine zweijährige Pflanze und kann demzufolge nicht wie eine normale, mehrjährige Staude behandelt werden. Dies trifft natürlich erst recht auf die einjährigen Sorten zu. Diese sollten Sie beispielsweise nicht radikal herunterschneiden, da sie sonst nicht mehr austreiben. Auch das Abschneiden der verwelkten Blütenstände ist problematisch, können doch so die Samen nicht ausreifen.

Stauden haben viele Vorteile

Stauden haben einen großen Vorteil: Sie kommen zuverlässig jedes Jahr wieder, auch wenn ihre oberirdischen Pflanzenteile über den Winter erfroren sind. Glockenblumen-Stauden überdauern oft viele Jahre lang, ohne dass Sie alljährlich neue Pflanzen kaufen oder selbst heranziehen müssen. Nichtsdestotrotz können Sie Ihre Campanula selbstverständlich trotzdem vermehren, was über die Teilung bzw. über die reifen Samen recht mühelos gelingt.

Tipps & Tricks

Glockenblumen lassen sich nicht nur als Stauden für Rabatten, Steingärten oder Beete verwenden, sondern auch als Bodendecker.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.