Die Glockenrebe blüht nicht – warum?

Die wärmeliebende Glockenrebe wird in unseren Breiten meist nur als einjährige Kletterpflanze kultiviert. Mit ihrem dichten Blattwerk und den großen Glockenblüten ist sie eine sehr attraktive Pflanze, die innerhalb kürzester Zeit für einen blickdichten Sichtschutz sorgt. Manchmal kommt die Glockenwinde jedoch gar nicht zur Blüte. Dann ist Ursachenforschung gefragt.

Glockenrebe keine Blüte
Oft blüht die Glockenrebe erst im zweiten Jahr

Zu späte Aussaat

In ihrer natürlichen Heimat Mexiko gedeiht die Glockenrebe als ausdauernd wachsender, kletternder Halbstrauch. Häufig blüht sie hier erst im zweiten Jahr.

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Wenn Sie Glockenwinde selbst aussäen dürfen Sie deshalb nicht zu spät mit der Anzucht beginnen. Spätestens Ende Februar sollte die Aussaat erfolgen damit die Kletterpflanze noch im gleichen Jahr Blüten ansetzt. Bis zum Auspflanzen im Mai hat die Glockenrebe dann bereits etwa einen Meter lange Triebe gebildet.

Falsche Standortwahl

Die Glockenrebe bevorzugt vollsonnige Standorte und humose, nährstoffreiche Böden. Steht die Sonnenanbeterin zu schattig, bildet sie zwar viel Blattwerk, die Blütenpracht bleibt jedoch aus. Ist dies die Ursache für die Blühfaulheit ist es empfehlenswert, den blühenden Kletterer an einen anderen Ort zu pflanzen.

Verblühtes nicht ausgeputzt

Damit die Glockenwinde regelmäßig neue Blüten nachtreibt ist es wichtig, alles Abgeblühte mindestens einmal in der Woche abzuschneiden. Unterbleibt dies, steckt die Pflanze die ganze Kraft in die Samenbildung und setzt kaum noch Blütenknospen an.

Erst im Spätsommer oder Frühherbst und nur dann, wenn Sie selbst Samen ernten möchten, sollten Sie einige verblühte Glocken an der Pflanze belassen. Diese werden nach dem Eintrocknen vorsichtig abgeschnitten und das Saatgut ausgelesen. Verwahren Sie die großen Samenkörner bis zur Aussaat kühl und trocken auf.

Tipps

Von einer besonders reich blühenden Glockenrebe können Sie im Herbst Stecklinge schneiden. In handelsübliche Blumenerde gesetzt treiben diese rasch Wurzeln. Da die Nachzucht während des gesamten Winters im Haus weiter wächst, bildet sie mit großer Sicherheit viele Blüten.

Text: Sabine Kerschbaumer

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