glanzmispel-pflege
Die Glanzmispel ist ein pflegeleichter Strauch

So gelingt die Pflege der Glanzmispel

Glanzmispeln gelten als anspruchslos, was ihre Pflege betrifft. Doch es gibt einige Aspekte, die Sie berücksichtigen müssen. Diese praktischen Ratschläge zeigen, wie es geht.

Wasser- und Nährstoffbedarf

In den ersten zwei Wochen direkt nach dem Anpflanzen benötigen Glanzmispeln reichlich Wasser. Achten Sie darauf, wann das Substrat gut getrocknet ist. Das ist sowohl für Jungpflanzen als auch für angewachsene Sträucher der ideale Zeitpunkt zum Gießen. Sie sollten die Gehölze an der Basis gießen, sodass die Blätter kein Wasser abbekommen. Dadurch verringern Sie das Risiko, dass sich Pilzsporen auf den Blättern ansiedeln. Bei älteren Pflanzen sinkt der Wasserbedarf. Sie müssen nur in lang anhaltenden Trockenperioden regelmäßig und durchdringend gegossen werden.

Glanzmispeln benötigen ein gewisses Maß an Nährstoffen im Substrat, um Blätter, Blüten und Früchte auszubilden. Hier ist Ihr Fingerspitzengefühl gefragt, denn das Gehölz mag weder zu viel noch zu wenig Dünger. Geben Sie der Pflanze im Frühjahr einen Langzeit- oder Depotdünger. Sie profitiert das ganze Jahr über von den Nährstoffen und benötigt in dieser Vegetationsperiode keine zusätzliche Düngergabe.

Schnittmaßnahmen

Glanzmispeln neigen dazu, ausladende Zweige zu bilden. Um einen kompakten und dichten Wuchs zu fördern, sollten Sie Ihre Glanzmispel mehrmals im Jahr zurückschneiden. Die Sträucher vertragen im Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt bis auf einen halben Meter über dem Boden. Sie treiben anschließend erneut aus. Achten Sie darauf, nicht zu viele Zweige mit Blütenknospen abzuschneiden. Das schränkt die Anzahl der Blüten in diesem Jahr ein, denn die Anlagen für Blüten werden im Herbst gebildet.

Im Frühjahr und Sommer wachsen die Sorten unterschiedlich stark. ‚Red Robin‘ zeichnet sich durch einen hohen Zuwachs aus und sollte im Juli oder August ein zweites Mal gestutzt werden. Rückschnitte sind bis in den Oktober möglich. Spätere Schnittmaßnahmen können bei einem plötzlichen Winterbeginn zu Frostschäden an den frisch geschnittenen Ästen führen.

Überwinterung

Die Sorten sind unterschiedlich stark frosthart. Einige Pflanzen überstehen Temperaturen bis -20 Grad Celsius. Trotzdem sind die Sträucher durch lang anhaltende Dauerfröste gefährdet. Sie sorgen dafür, dass der Boden bis in tiefere Schichten gefriert. Die Pflanzen benötigen einen Winterschutz.

So überwintern Sie die Sträucher:

  • den Boden mit Vlies oder Tannenzweigen bedecken
  • Kübelpflanzen an einem frostfreien Ort platzieren
  • Topfpflanzen gießen
Text: Christine Riel Artikelbild: Doikanoy/Shutterstock

Beiträge aus dem Forum