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Die Glanzmispel ist zwar winterhart, kommt aber schlecht ohne Wasser aus

Warum die Glanzmispeln nur bedingt winterhart sind

Glanzmispeln werden im Handel als winterhart angeboten. Doch die kalte Jahreszeit kann die immergrünen Sträucher gefährden. Um die biologischen Abläufe nicht zu stören, ist der richtige Winterschutz notwendig.

Die Frostverträglichkeit der immergrünen Sträucher

Als immergrüne Pflanzen behalten die Glanzmispeln ihre Blätter den gesamten Winter über. Im Frühjahr erfolgt ein Austausch der alten Blätter. Die Sträucher treiben neu aus. Ursprünglich stammen die Glanzmispeln aus den wärmeren Gebieten Asiens. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Himalaya über China bis nach Thailand und Indien. Hier wachsen viele Photinia-Arten in Regionen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Obwohl die im Handel erhältlichen Sorten oft als winterhart gelten, können besonders lang anhaltende Kälteperioden die Pflanzen schaden.

Wasserkreislauf im Winter

Gefährdet sind die Pflanzen durch tief in die Erde reichende Bodenfröste. Solange eine dicke Schneeschicht auf dem Boden liegt, besteht bei Temperaturen bis zu -20 Grad Celsius keine Gefahr für die meisten Sorten. Der Schnee wirkt als Isolationsschicht und verhindert, dass der Boden gefriert. Die Wurzeln der Glanzmispel können Wasser auf dem Boden aufnehmen, welches ihre immergrünen Blätter im Winter benötigen.

Anders als laubabwerfende Sträucher ist der Wasserkreislauf bei immergrünen Gewächsen im Winter nicht eingestellt. Über die Blätter verdunstet Wasser. Damit kein Defizit entsteht, müssen die Wurzeln für Nachschub sorgen. Das funktioniert nur in einem eisfreien Boden. Sobald die Wurzeln in einem gefrorenen Substrat liegen, ist die Wasseraufnahme gestoppt. Es entsteht ein Trockenstress, der sich im Vertrocknen und Absterben der Blätter äußert. Bei lang anhaltenden Bodenfrösten trocknen auch die Knospen aus, sodass der neue Blattaustrieb und die Blüten gefährdet sind.

Schutz vor der Kälte

Abhilfe verschafft ein Winterschutz. Ältere Pflanzen, die ein dichtes Wurzelwerk ausgebildet haben, kommen mit den eisigen Wintermonaten besser zurecht als Jungpflanzen. Wenn die Minustemperaturen über mehrere Wochen anhalten, sollten Sie die Pflanze schützen.

Der Winterschutz für Freilandsträucher:

  • Gartenvlies als Verdunstungsschutz für die Blätter
  • Reisig oder Tannenzweige isolieren den Boden
  • Wassergaben vor dem Winter füllen die Reserven auf

Jungpflanzen sollten vorerst im Kübel kultiviert werden, damit sie an einem milden Ort ohne Frost überwintern können. Schützen Sie die Blätter vor übermäßiger Verdunstung mit einem transparenten Vlies. Noppenfolie eignet sich ideal, um den Topf einzuwickeln.

Artikelbild: TMsara/Shutterstock

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