Glanzmispel

Glanzmispeln: Welche Krankheiten können auftreten?

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Glanzmispeln sind äußerst robust und werden kaum von Krankheiten heimgesucht. Geschwächte Pflanzen haben ein höheres Infektionsrisiko für verschiedene Krankheiten, die mit einfachen Mitteln bekämpft werden können.

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Blattbräune kommt bei der Glanzmispel relativ häufig vor
AUF EINEN BLICK
Welche Krankheiten können Glanzmispeln befallen und wie kann man sie verhindern?
Glanzmispel-Krankheiten umfassen Blattbräune, Apfelschorf, Mehltau und Feuerbrand. Um ihnen vorzubeugen, sollten ausreichender Pflanzabstand eingehalten, Gießen an der Stammbasis und Stärkungsmittel wie Brennnessel- oder Ackerschachtelhalmsud angewendet werden.

Diese Krankheiten können auftreten:

  • Blattbräune
  • Apfelschorf
  • Mehltau
  • Feuerbrand

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Blattbräune

Diese Erkrankung wird durch einen Pilz hervorgerufen, dessen Sporen sich mit dem Wind ausbreiten. Der Pilz wächst bevorzugt bei feuchtem und regnerischem Wetter. Ist eine Pflanze erkrankt, bekommt sie fleckige Verfärbungen auf ihren Blättern. Ein Milieu mit hoher Luftfeuchtigkeit begünstigt die Ausbreitung des Krankheitserregers. Zu dicht stehende Sträucher sind nicht ausreichend belüftet, sodass sich der Pilz bevorzugt in kompakten Hecken ausbreitet. Eine Infektion anderer Pflanzen ist durch betroffenes Falllaub möglich.

Achten Sie auf einen ausreichenden Pflanzabstand. Glanzmispeln sollten an der Stammbasis gegossen werden, damit die Blätter nicht nass werden. Eine Stärkung der Sträucher mit einem Brennnessel-Sud macht sie widerstandsfähiger. Geschwächte Individuen werden häufiger von den Pilzsporen besiedelt. Sie können die Blattbräune bekämpfen, indem Sie die infizierten Blätter mit einem Kupfersulfat-Mittel (17,00€ bei Amazon*) besprühen.

Apfelschorf

In Monaten mit hohen Niederschlägen besteht ein Risiko, dass Glanzmispeln vom Apfelschorf befallen werden. Diese Pilzerkrankung äußert sich in grünlichen Flecken. Bei einem starken Befall weiten sich die Flecken aus, was zum Absterben von Zellgewebe im Blatt führt. Regen begünstigt eine Ausbreitung der Erkrankung. Eine Verbreitung der Pilze findet durch eine spezielle Form von Sporen statt, die ungeschlechtlich gebildet werden.

Ein schnelles Handeln ist wichtig, da sich der Pilz bei warmen Temperaturen in Kombination mit einer hohen Luftfeuchtigkeit rasch ausbreitet. Befallene Blätter sollten entfernt und verbrannt werden, damit sich der Pilz nicht weiter ausbreiten kann. Eine Entsorgung über den Hausmüll ist ebenfalls möglich. Bespritzen Sie anschließend das Gehölz mit einer Fungizid auf Triforinbasis.

Mehltau

Feuchte Bedingungen liebt auch der Falsche Mehltau. Dieser Pilz befällt in regenreichen Sommermonaten gelegentlich geschwächte Glanzmispeln. Erkennbar ist die Erkrankung an einem weißen Belag, der sich sowohl auf der Blattoberseite als auch auf der Unterseite zeigt. Bei einem starken Befall besteht die Gefahr, dass die betroffenen Blätter absterben

Der Mehltau ist auf eine hohe Luftfeuchtigkeit angewiesen. Sobald die Luft trockener wird, kann sich der Pilz nicht weiter ausbreiten. Entfernen Sie infizierte Blätter und verabreichen Sie der Pflanze einen Ackerschachtelhalmsud, um ihre Vitalität zu unterstützen. Um eine Erkrankung vorzubeugen, sollten Sie bei der Anpflanzung auf einen ausreichenden Abstand achten.

Feuerbrand

Vertrocknete Blüten und Blätter oder schwarze Verfärbungen deuten auf den Feuerbrand hin. Diese Erkrankung wird durch ein Bakterium hervorgerufen, welches durch verletzte Stellen an den Zweigen oder durch die Blüte in den Pflanzenorganismus gelangt. Die Krankheit ist hauptsächlich in der Schweiz verbreitet. Durch den Pflanzenversand können infizierte Pflanzen das Bakterium verbreiten.

Diese Krankheit gilt als meldepflichtig, auch wenn nur ein Verdacht auf eine Infektion besteht. Bisher gibt es keine Behandlungsmaßnahmen. Da sie sich rasch ausbreitet, sollte bei den ersten Anzeichen schnell gehandelt werden.

Bilder: Matt Howard / Shutterstock