Die richtige Bewässerung des Gemüsebeetes

Es ist heiß und kein Regen in Sicht - ohne zusätzliche Bewässerung geht es dann im Gemüsebeet nicht mehr. Insbesondere Pflanzen mit flächigem Blattwerk wie Zucchini, Melonen oder Auberginen entwickeln einen großen Durst. Doch wann und wie gießt man richtig?

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Gründlich ist wichtiger als häufig

Wie oft sollte gegossen werden?

Es ist sinnvoller, einmal in der Woche tief durchdringend zu gießen, als täglich nur ein klein wenig. Als Faustregel sollten Sie rund 20 Liter Wasser je Quadratmeter flächig verteilen. Da das Beet während der Wachstumszeit vollständig durchwurzelt ist, gelangt so ausreichend Feuchtigkeit an alle Wurzelbereiche.

Ist es sehr heiß, sollten Sie die Gießintervalle entsprechend anpassen und nötigenfalls täglich wässern. Mulchen Sie das Gemüsebeet zusätzlich, wird ein schnelles Austrocknen des Bodens verhindert.

Haben Sie frisch gesät oder Jungpflanzen gesetzt, ist tägliches aber eher sparsames Gießen angesagt. Dadurch geht die Saat rasch auf und die kleinen Pflänzchen können gut anwachsen.

Wann sollte gegossen werden?

Morgens oder am frühen Abend ist der richtige Zeitpunkt für die Bewässerung. An heißen Tagen würde sonst ein großer Teil des Wassers gleich wieder verdunsten. Zudem wirken auf den Blättern liegende Wassertropfen wie kleine Brenngläser, die zu Verbrennungen und Blattschäden führen.

Woran erkenne ich, dass bewässert werden muss?

Gemüsepflanzen beginnen häufig schon nach wenigen, heißen Tagen ohne Wassergabe zu welken. Die Blätter hängen schlaff herab und das Wachstum stockt. Machen Sie die Daumenprobe, fühlt sich die Erde auch in tieferen Schichten trocken an.

Sind automatische Bewässerungssysteme sinnvoll?

Bei Gemüsepflanzen, die einen hohen Wasserbedarf haben, sparen automatische Systeme viel Zeit und Wasser. Die automatisierte Bewässerung funktioniert denkbar einfach:

  • An den Wasserhahn wird ein Druckminderer mit Filter angeschlossen.
  • Kleine Schläuche mit Sprühern oder Tropfern führen ins Gemüsebeet.
  • Verbindungsstücke ermöglichen Verzweigungen und somit die Anpassung an die individuelle Beetform und -größe.
  • Ein Bewässerungscomputer steuert, wann und wie lange das Wasser fließt.
  • Ein Sensor misst die Bodenfeuchte und sorgt automatisch für die optimale Wassermenge.

Tipps

Gerade in den Sommermonaten nieselt es häufig nur kurz. War der Regen zu wenig, dringt dieser nicht in tiefere Erdschichten vor. Dann es ist es sinnvoll, zusätzlich zu gießen, denn die feuchte Erde nimmt das Wasser sehr gut auf.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: SAMMYEK/Shutterstock
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