So können Sie eine Bewässerung fürs Gewächshaus selber bauen

In einem Gewächshaus trocknet die Erde schnell aus, was insbesondere bei stark wasserbedürftigen Pflanzen wie Tomaten oder Gurken rasch problematisch werden kann. Mit einer automatischen Bewässerung sorgen Sie dafür, dass die Gewächse gleichmäßig mit Feuchtigkeit versorgt werden und so gesunde und große Früchte entwickeln können.

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Eine automatische Bewässerung im Gewächshaus ist praktisch und einfach zu installieren

Materialien

Um im Gewächshaus ein automatisches Bewässerungssystem zu installieren, benötigen Sie:

  • einen oder mehrere Gartenschläuche passender Länge als Verbindungsschläuche
  • eine Rolle Perlschlauch als Bewässerungsschlauch
  • Verbindungselemente: Winkel, T-Stücke, Stopfen
  • Draht
  • gegebenenfalls eine kleine Tauchpumpe

Messen Sie zuvor sorgfältig aus, wie viel Schlauchmeter von jeder Sorte Sie tatsächlich benötigen und wie viele Verbindungsstücke Sie setzen müssen. Die normalen Wasserschläuche dienen dabei als Haupt-, die Perlschläuche als abzweigende Leitungen. Als Wasserquelle nutzen Sie entweder einen externen Wasserhahn oder eine Regentonne. Für letztere brauchen Sie eine kleine Tauchpumpe, um das Wasser ins Gewächshaus zu befördern. Dies jedoch entfällt, wenn die Tonne mindestens 1500 Liter umfasst – und somit genug Wasserdruck aufbauen kann – sowie mindestens 50 bis 100 Zentimeter erhöht auf einem Podest steht.

Bewässerungssystem installieren – eine Anleitung

Das Bewässerungssystem bauen Sie schließlich wie folgt auf:

  • Zunächst verlegen Sie die Hauptleitungen.
  • Diese verlaufen längs der Beete im Gewächshaus und können mit Draht am Boden verankert werden.
  • Schneiden Sie diese Leitungen an den notwendigen Stellen für die Abzweigungen ein.
  • Hierfür können Sie ein Messer verwenden.
  • Setzen Sie dort die T-Stücke ein.
  • Eventuelle Löcher bzw. undichte Stellen können Sie mit Silikon verschließen.
  • Schließen Sie die Perlschlauch-Stücke an den T-Stücken an.
  • Verankern Sie die Schläuche mit Draht am Boden.
  • Verschließen Sie die Enden der Schläuche mit einem Stopfen.
  • Lediglich das am Reservoir bzw. Wasserhahn zu befestigende Ende bleibt frei.
  • Die Tauchpumpe wird direkt in die Regentonne gehängt.

Koppeln Sie zum Schluss die Wasserquelle mit dem Gartenschlauch und prüfen Sie, ob das System tatsächlich funktioniert. Bei Bedarf können Sie noch nachjustieren.

Tipps

Beim Umgang mit strombetriebenen Tauchpumpen ist Vorsicht geboten, da die Kombination aus Strom und Wasser gefährlich ist. Sollten Sie keinen Stromanschluss im Garten haben, können Sie auch auf batterie- oder solarbetriebene Pumpen zurückgreifen, die allerdings unzuverlässiger arbeiten.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Vadym Zaitsev/Shutterstock

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