Wohin nur mit den vielen Gartenabfällen?

Da kommt ganz schön was zusammen, besonders im zu Ende gehenden Herbst und viele Grundstücksbesitzer sind spätestens bei den Laubmassen, die von den Straßenbäumen fallen, vor eine echte Herausforderung gestellt. Und um es gleich vorwegzusagen: Ans Verbrennen von Gartenabfällen, dem letzten großen Heckenschnitt und den Laubbergen der ersten Herbststürme sollten Sie wirklich nur dann denken, wenn Sie sich sicher sind, dass es nicht verboten ist.

Gartenabfälle kompostieren
Nicht alle Gartenabfälle können kompostiert werden, aber viele

In den Regelungen der Landesgesetze und der eigenen Gemeinde finden sich Informationen, ob und wann ein Gartenfeuer erlaubt ist. Wenn überhaupt dürfen diese Abfälle lediglich werktags zwischen 8.00 Uhr und 18.00 Uhr, bei schwachem Wind und unter Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft verbrannt werden.

Ausnahmegenehmigungen werden in der Praxis nur recht selten erteilt, sodass Sie nicht umhin kommen werden, Ihre Gartenabfälle selbst zu recyceln oder alles in die nächste Kompostieranlage bzw. zu einer kommunalen Sammelstelle für Grünabfall zu fahren. Keine Frage, dass da eine Eigenkompostierung die günstigere und bequemere Variante ist. Und auch das Laub ist eigentlich viel zu schade, um es auf einer Deponie abzukippen, denn es ist ein wertvoller, organischer Dünger, der nicht nur den Pflanzen sehr gut tut, sondern auch den Tieren. Kröten, Igel aber auch Insekten werden Ihre aufgeschütteten Laubhaufen in den nächsten Monaten gerne nutzen. Insekten sorgen dafür, dass die braunen Blätter vollständig zersetzt werden und einfach so nebenbei den Gartenboden düngen.

Aus Ästen und Zweigen wird hochwertiger Kompost

Wie Sie am Besten einen Komposthaufen anlegen und dabei fast sämtliche anfallenden Gartenabfälle verwerten, darüber haben wir in einem separaten Artikel bereits berichtet. Grobes Material sollte aber, bevor es auf den Kompost kommt, unbedingt zerkleinert werden und lässt sich dann sogar als zusätzliche Drainageschicht für ein Hochbeet verwenden. Was dabei beachtet werden soll und aus welchen einzelnen Schichten die rückenschonenden Pflanzbehälter bestehen, haben wir für unsere Leser ebenfalls in Form eine Kurzanleitung vorbereitet. Wenn viel Baumschnitt übers Jahr anfällt, ist die Anschaffung eines Häckslers zu empfehlen. Nach dem Shreddern lassen sich Zweige und Äste ausgezeichnet kompostieren und bilden eine hochwertige Dämmschicht, mit der die Verrottung des übrigen Materials gefördert wird.

Grasschnitt wird zu Mulchdünger

Auch wenn das Rasen mähen im November eher zu den Ausnahmen gehört, das abgemähte Gras muss im nächsten Jahr nicht mehr auf den Haufen für Gartenabfälle, sondern kann direkt auf dem Rasenboden liegen bleiben. Dort wirkt der Grasschnitt als natürlicher Dünger, da er sich selbstständig zersetzt und somit die durch das Mähen entzogenen Nährstoffe gleich dort bleiben, wo sie gebraucht werden. Darüber hinaus sorgt der gehäckselte Grasmulch in den Sommermonaten dafür, dass die Wasserverdunstung des Bodens reduziert wird und die Rasenfläche langsamer ausdunstet.

Text: Fred Lübke

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