Erdflöhe haben im Blumentopf nichts zu suchen

Die Erdflöhe kommen sowohl bei Zimmerpflanzen, als auch in Blumenkübeln im Garten vor. Sie sind richtige Quälgeister und sollten unbedingt bekämpft werden, da sie an den Pflanzen Fraßschäden hinterlassen.

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Gelbtafeln ziehen Erdflöhe und andere Schädlinge an

Was sind Erdflöhe?

Obwohl das Wort „Floh“ in ihrem Namen vorkommt, sind Erdflöhe keine richtigen Flöhe. Es handelt sich um kleine Käfer aus der Familie der Blattkäfer. Sie werden bis zu 4 mm groß und haben eine blaumetallische oder rötliche Färbung. Die Käfer sind Pflanzenfresser und lieben Gemüse. Bei Zimmer-, Balkon-und Terrassenpflanzen bevorzugen sie junge Pflänzchen und schädigen Wurzeln, Stängel und Blätter.
Der Schaden ist an kleinen, runden Löchern zu erkennen. Die Käfer selbst sind nur schwer auszumachen.

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Bekämpfung der Käfer

Wer seine Pflanzen regelmäßig pflegt, dem fallen sofort Unregelmäßigkeiten auf. Sobald die Erdflöhe entdeckt werden, muss mit der Bekämpfung umgehend begonnen werden, um Schäden zu vermeiden.
Zur Auswahl stehen die chemische Keule oder eine natürliche Bekämpfung.

Einsatz von Chemikalien

Hier stehen verschiedene Insektizide mit folgenden Wirkstoffen zur Verfügung:

  • Cypermethrin
  • Chlorpyriphos
  • Deltamethrin
  • Cyhalothrin
  • neonicotinoide Mittel

Der Einsatz dieser Mittel sollte jedoch nur im äußersten Notfall erfolgen, da die Wirkstoffe Umweltschäden verursachen und unter anderem Bienen abtöten. Im heimischen Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon gibt es ungiftige Möglichkeiten, die mit gutem Erfolg eingesetzt werden können.

Einsatz von umweltverträglichen Mitteln

Erdflöhe lassen sich auch mit ungiftigen, natürlichen Mitteln bekämpfen, zum Beispiel:

  • Gesteinsmehl
  • Algenkalk
  • Roggenmehl
  • Boden um die Pflanzen mit Rasenschnitt mulchen
  • Spritzung mit Knoblauch- oder Zwiebelbrühe
  • Leimfallen und Gelbtafeln
  • Streichhölzer

Mit Gesteinsmehl,(19,00€ bei Amazon*) Algenkalk oder Roggenmehl bestäubt man die Blätter der Pflanzen am frühen Morgen. Diese Maßnahme eignet sich auch für Zimmerpflanzen. Im Garten kann man bei einem Befall von großen Pflanztöpfen eine Mulchschicht aus Rasenschnitt aufbringen. Die Feuchtigkeit verbleibt so länger im Boden und vertreibt die Käfer.
Die Spritzung mit Pflanzenbrühe ist nur im Garten zu empfehlen.
Gelbtafeln oder Leimfallen werden zwischen den Blumentöpfen aufgestellt und regelmäßig gewechselt.
Interessant ist der Einsatz von Streichhölzern. Da Erdflöhe angeblich keinen Schwefel mögen, werden einige Streichhölzer mit dem Schwefelkopf nach unten in die Blumenerde gesteckt. Der Schwefel soll die Erdflöhe vertreiben. Ein Ausprobieren dieses Hausmittels ist in jedem Fall zu empfehlen, bevor stärkere Mittel eingesetzt werden.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Amelia Martin/Shutterstock

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