Was macht ein Rosenkäfer im Blumentopf?

Ein ausgewachsener Rosenkäfer wird sich nicht in einen Blumentopf verirren. Von April bis September fliegt er verschiedene Blüten an und ernährt sich von Blütensäften und -pollen. Anders seine Larve, die sich versteckt in der Erde entwickelt. In einem Blumentopf hat sie jedoch nichts zu suchen.

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Rosenkäfer sind im Kompost ein wunderbarer Nützling, jedoch nicht im Blumentopf

Der Rosenkäfer

Der schöne, metallisch glänzende Käfer gehört zu den Blatthornkäfern und ist eine geschützte Käferart. Seine Larve ist ein Nützling, die zur Humusbildung im Komposthaufen beiträgt.
Sie werden etwa ein bis zwei Zentimeter lang und sind an ihrem grünlichen bis goldenen, stark glänzenden, dicken Körper leicht zu erkennen. Selbst beim Fliegen ist sein kompakter Körper unübersehbar, denn er breitet seine schillernden Deckflügel nicht aus, sondern schiebt dünne Hinterflügel darunter hervor.
Seine dicken, weißlichen Larven werden bis zu fünf Zentimeter groß. Sie leben lange Zeit (etwa zwei Jahre) in der Erde, ohne irgendwelchen Schaden an Pflanzen anzurichten. Das Gegenteil ist der Fall, denn sie trägt zur Humusbildung im Komposthaufen bei und verzehrt totes Pflanzenmaterial.

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Rosenkäfer im Blumentopf

Gedeiht eine Blume nicht mehr richtig in ihrem Topf, können die Engerlinge des Rosenkäfers daran Schuld sein. Im Normalfall richten die dicken Larven keinen Schaden an. Sind sie jedoch im Blumenkübel eingesperrt, fehlt ihnen die Nahrung und sie greifen daher die zarten Wurzeln der eingetopften Pflanze an. Da Rosenkäfer geschützt sind, sollte man seine Larven nicht töten, sondern nur vertreiben. Am einfachsten ist es, die Larven aus der Erde zu sammeln und umzusiedeln. Dazu haben Sie zwei Möglichkeiten:

  1. Nehmen Sie Ihre Topfpflanze und stellen diese in einen Behälter mit Wasser.
  2. Lassen Sie reichlich Wasser in die Erde dringen.
  3. Die Überflutung wird die Larven aus der Erde treiben.
  4. Sammeln Sie die Tiere ab und setzen diese vorsichtig in Ihren Komposthaufen oder auf einen verrotteten Baumstamm.
  5. Lassen Sie die Blume in den nächsten Tagen gut austrocknen.

Bei großen Pflanzkübeln ist ein Fluten meist nicht möglich. Sie können Die Pflanze jedoch umtopfen.

  1. Nehmen sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf.
  2. Entfernen Sie nach und nach sämtliche Erde.
  3. Schütteln Sie die Wurzeln gut aus.
  4. Sieben Sie die Erde durch, damit alle Engerlinge zum Vorschein kommen.
  5. Sammeln Sie die Tiere ein und siedeln sie an einen geeigneten Platz um.
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Csoze/Shutterstock

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