Flöhe im Garten – so wehren Sie sich gegen die Plage

Wenn im Frühjahr nach der Gartenarbeit Arme und Beine heftig jucken, tippen nur wenige betroffene Gärtner auf Flöhe; gilt doch der Menschenfloh als nahezu ausgestorben. Mitunter haben es freilich andere Arten der winzigen Blutsauger auf Menschen abgesehen, weil ihre Hauptwirte noch im Winterschlaf oder in sonnigen Gefilden verweilen. Lesen Sie hier, wie Sie sich gegen die juckende Pein wappnen und dem infamen Treiben einen Riegel vorschieben.

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Haustiere und Kinder sollten während der Flohplage den Garten meiden

Wie gelangen Flöhe eigentlich in den Garten?

Bezeichnungen, wie Vogelfloh, Igelfloh oder Maulwurfsfloh drücken die enge Beziehung der jeweiligen Floh-Art zu ihrem Hauptwirt aus. Auf Gedeih und Verderb sind die Flöhe freilich nicht an einen spezifischen Wirt gebunden, denn in der Not sind die Blutsauger nicht wählerisch. Nach einem milden Winter können die Plagegeister erwachen, wenn sich ihre angestammten Blut-Lieferanten noch im Winterschlaf oder im sonnigen Süden befinden. In diesem Fall haben die Biester keine Skrupel, über den fleißigen Gärtner herzufallen.

Sofortmaßnahmen und Hausmittel – so wehren Sie Flöhe ab

Haben Sie die ersten Flöhe oder deren Biss-Spuren auf Ihrer Haut entdeckt, werden Sie gleich aktiv. Flöhe vermehren sich explosionsartig und machen auch vor Ihrer Wohnung nicht Halt. Um die Schädlinge im Garten zu bekämpfen, stehen bislang keine erlaubten Mittel zur Verfügung. So handeln Sie jetzt richtig:

  • Die gesamte Kleidung in einen Plastiksack stecken und in die Gefriertruhe legen
  • Alle freien Körperstellen regelmäßig untersuchen und mehrmals täglich abwaschen
  • Vor jedem Betreten des Gartens: mit Autan einsprühen, Gummistiefel und lange Hosen anziehen
  • Kindern und Haustieren bis zum Ende der Plage Gartenverbot erteilen
  • Flohfalle: Tiefe Teller mit Seifenwasser füllen und eine Kerze in der Mitte platzieren

In der Regel ist der Spuk vorbei, wenn die Hauptwirte in den Garten zurückkehren. Mehr als 4 bis 6 Wochen werden Sie sich mit Flöhen daher nicht herumplagen müssen. Spätestens wenn im Winter der Frost Einzug hält, ist Ihr grünes Reich befreit von der Plage. Ergreifen Sie während der kalten Jahreszeit die empfohlenen Maßnahmen zur Vorbeugung, bleiben Sie im nächsten Jahr von der juckenden Pein verschont.

Wirksame Vorbeugungsmaßnahmen – so bleiben Sie von Flöhen verschont

Flöhe und deren Brut überwintern in den Nestern ihrer Hauptwirte, um dort auf deren Rückkehr im nächsten Frühling zu warten. Indem Sie im Winter verlassene Nester entsorgen und Nisthöhlen säubern, entfernen Sie zugleich die potenzielle Floh-Plage. Wichtig zu beachten ist, dass Nistmaterial nicht auf dem Kompost entsorgt wird, sondern in einer Plastiktüte in den Hausmüll kommt.

Tipps

Die Bekämpfung von Ratten im Garten mit tödlichem Gift oder Schlagfallen ist eng verknüpft mit der Gefahr, dass Rattenflöhe anschließend auf Menschen übergehen. Die gefährlichen Krankheitsüberträger suchen sich gerne den Gärtner als Ersatzwirt aus, wenn ihr Hauptwirt getötet wurde. Indem Sie die Schädlinge vergrämen, gehen Sie dieser Gefahr aus dem Weg. Andernfalls sollte sichergestellt sein, dass jede tote Ratte zeitnah aus dem Garten entfernt wird.

Text: Paula Jansen
Artikelbild: Ivan Marjanovic/Shutterstock
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