Buchsbaumfloh erkennen und bekämpfen

Aufgrund ihres ausgezeichneten Sprungvermögens kamen die Blattflöhe zu ihrem Namen. Psyllina, so der wissenschaftliche Name, wird zwischen zwei und fünf Millimeter groß und tritt vom zeitigen Frühjahr bis in den späten Herbst hinein in Erscheinung.

buchsbaumfloh
Vom Buchsbaumfloh befallene Triebe sollten möglichst zeitnah entfernt werden

Schadbild

Grünlich-gelbe, recht breite und abgeflachte Larven – oft mit bizarren, haarartigen Säumen aus Wachsfäden – saugen auf der Ober- und Unterseite der Blätter, aber auch an Knospen und jungen Trieben. Meist sind sie von einer weißen Wachswolle umgeben. Vor allem ihre Larven schädigen die Pflanzen durch ihr Saugen, wodurch die Blätter zunächst braun werden, um dann später zu verkümmern und zu verformen. Auf dem Kot siedeln sich gern schwarze Rußpilze an. Die verletzten Saugstellen dienen zudem Krankheitserregern als Eintrittspforte, die zum Teil sogar selbst von den Blattflöhen übertragen werden.

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Blattflöhe schützen sich mit Wachswolle

Blattflöhe umgeben sich mit Wachswolle, die die Tiere vor ihren natürlichen Feinden schützt: Gallmücken, parasitische Hautflügler, die ihre Eier in die Blattflohlarven legen, räuberische Wanzen, Marienkäfer und Spinnen. Zudem schützt die Wachswolle die Schädlinge auch vor den eigenen Ausscheidungen, der wie Honigtau süß und klebrig ist.

Erwachsene Blattflöhe überwintern im Boden

Wegen ihrer durchsichtigen Flügel, die in Ruhe dachförmig über dem Rücken zusammengelegt werden, erinnern Blattflöhe an Zikaden. Mit diesen sind sie jedoch nicht verwandt, vielmehr gehören beide Arten zur Gruppe der Pflanzenläuse. Die erwachsenen Blattflöhe überwintern an geschützten Stellen im Boden oder in der Rinde des Buchsbaums. Im Frühjahr legen die Weibchen winzige kleine Eier auf Blätter, Triebe und Knospen der Wirtspflanze, bevorzugt an windstillen und luftfeuchten Plätzen. Nach dem Schlüpfen, was etwa Ende März stattfindet, beginnen die Larven mit dem schädigendem Saugen.

Blattflöhe erkennen

Meist sitzt der Buchsbaumfloh auf den Unterseiten der Blätter. Die befallenen Blätter erkennen Sie ab den buckeligen, aufgehellten Aufwölbungen ab der Blattoberseite. Der flüssige, süße Kot – Honigtau – tropft auf Blätter und Unterlagen herab und verklebt diese; er ist aber auch wichtige Nahrung von Bienen, Fliegen und Ameisen.

Buchsbaumblattfloh bekämpfen

Natürliche Feinde zu schonen und zu fördern ist die wirksamste vorbeugende Maßnahme, denn sie sorgen für ein ökologisches Gleichgewicht. Befallene Triebe sollten Sie schnellstmöglich entfernen, ebenso im zeitigen Frühjahr die winzigen gelben Eigelege. Bei einem starken Befall können Sie mit einem ölhaltigen Mittel gegen Blattsauger vorgehen, sollten sich eine solche Maßnahme jedoch gut überlegen: Dadurch werden auch nützliche Insekten abgetötet. Im Winter reduziert ein weißer Stammanstrich (etwa bei Kugelstämmen) die geschützten Überwinterungsplätze der Blattflöhe, trifft aber auch viele andere Kleintiere wie etwa Wanzen, die ebenfalls dort überwintern. Hier erfordert es ein Abwägen Ihrerseits.

Tipps

Neben dem Buchsbaumblattfloh tummeln sich auch zahlreiche andere Schädlinge am Buchsbaum, darunter Spinnmilben, Blattläuse, Schild- und Wollläuse sowie der gefürchtete Buchsbaumzünsler.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Radovan1/Shutterstock

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