Kein Kunststück – die Clematis vitalba schneiden

Mit ihren strahlend weißen Blüten, die an funkelnde Sterne erinnern, erschafft die Clematis vitalba im Garten eine märchenhafte Atmosphäre. Doch nicht ohne Zutun. Um ihre reiche Blütenpracht hervorzubringen, fordert sie einen Rückschnitt zur richtigen Zeit.

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Für einen schönen Wuchs sollte die Clematis vitalba einmal jährlich geschnitten werden

Zu welcher Schnittgruppe gehört die Clematis vitalba?

Clematis vitalba, auch Wilde Waldrebe genannt, gehört zur Schnittgruppe 3. Dazu gehören auch die Clematis viticella, tangutica, texensis, orientalis sowie einige Hybriden . Sie stellen die Sommerblüher unter den Clematis dar und bilden ihre Blüten an den diesjährigen Trieben. Von Juni bis Oktober können deren Blüten präsent sein.

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Weshalb ist das Schneiden der Clematis vitalba sinnvoll?

Würden Sie die Clematis vitalba nicht regelmäßig – und das bedeutet einmal jährlich – schneiden, würde sie im Laufe weniger Jahre von unten her verkahlen. Das sieht wenig ansprechend aus und zudem ist die Pflanze geschwächt und dadurch anfälliger für Krankheiten und Schädlingsbefall. Darüber hinaus würden sich nur noch in den oberen Bereichen bzw. an den neuen Trieben Blüten ausbilden.

Der Schnitt hält sie wüchsig und sorgt für das Hervorbringen zahlreicher Blütenknospen.

Wann wird die Clematis vitalba geschnitten?

Sommerblüher, wie die Clematis vitalba, sollten im Herbst heruntergeschnitten werden. Das bedeutet im Zeitraum zwischen Oktober und November. Alternativ kann sie noch im zeitigen Frühjahr kurz vor dem Austrieb mit einem Schnitt versehen werden. Dies sollte bis spätestens Mitte März erfolgen. Steht sie zusammen mit einer Kletterrose, können beide Gewächse zeitlich im Frühjahr heruntergeschnitten werden.

Wie genau schneidet man die Clematis vitalba?

Die Clematis vitalba wird radikal zurückgeschnitten. Das bedeutet, Sie sollten sie auf 30 bis maximal 50 cm über dem Boden einkürzen. Der neue Zuwachs mitsamt der verwelkten Blüten wird entfernt.

Zunächst benötigen Sie zum Zurückschneiden ein passendes Werkzeug, am besten in Form einer Gartenschere. Achten Sie darauf, dass diese nicht nur scharf, sondern auch sauber ist. Ansonsten könnten nicht nur die Triebe gequetscht werden, sondern auch Krankheitserreger anderer Pflanzen auf die Clematis vitalba übergreifen.

Tipp

Praktisch – zeitgleich mit Kletterrosen schneiden

Oftmals wird die Clematis vitalba mit Kletterrosen zusammen gepflanzt, da sie gern in schwindelerregende Höhen wachsen und zur selben Zeit blühen. Im Frühjahr können Sie beide Gewächse zeitgleich schneiden und haben das Thema schnell abgehakt.

Text: Anika Gütt
Artikelbild: Flower_Garden/Shutterstock

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